Anne Krischok (SPD): Seit 2002 sind über 1200 Wohnungen aus der sozialen Mietpreisbindung herausgefallen

Preiswerter Wohnraum wird überall in Hamburg knapp – auch in Iserbrook, wie eine Anfrage der SPD-Wahlkreisabgeordneten in der Hamburgischen Bürgerschaft ergab. Die Antworten liegen vor und sind ernüchternd. Seit dem Jahr 2002 sind über 1200 Wohnungen aus der sozialen Mietpreisbindung entfallen, was für die Betroffenen leider deutliche Mietpreiserhöhungen zur Folge hatte. Von den über 5.300 Wohnungen befinden sich aktuell gerade einmal 100 in der sozialen Belegungsbindung. Auch in diesem Jahr wird keine Wohnung aus öffentlicher Förderung in Iserbrook bezugsfertig, während hingegen am Botterbarg 90-92 Instandsetzungsarbeiten, Balkonsanierung und der Austausch von Fenster ansteht. Öffentlicher Wohnungsbau in Iserbrook auch in den kommenden Jahren kein Thema. Der Senat begründet dies wie folgt: „Im Stadtteil Iserbrook gibt es über die normalen Verdichtungspotenziale auf Grundstücken in Einzelhauslagen hinaus derzeit keine Potenziale für Geschosswohnungsbau“.
„Das ist auch nicht falsch“ räumt Anne Krischok ein. „Allerdings will Schwarz-Grün in Hamburg jährlich 5.000 neue Wohnungen bauen – was für uns Sozialdemokraten auch der Mindestbedarf wäre: Derzeit sind es gerade einmal die Hälfte“. Die Stadtentwicklungspolitikerin sieht daher das Dilemma, dass Iserbrook zum einen nicht mit zu vielen neuen Wohnungsbau belastet wird, befürchtet jedoch, dass eine vollkommene Aussparung von Iserbrook auf Dauer nicht möglich ist.

Krischok. „Wir Sozialdemokraten wollen in allen Hamburger Stadtteilen sozialen Wohnungsbau realisieren und auch in Iserbrook einkommensschwachen Haushalten und jungen Familien preiswerten Wohnraum anbieten. Daher setze ich mich auch dafür ein, dass die Verwaltung nochmals kreativ nach Wohnraum in Iserbrook sucht“.

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