Anne Krischok und Frank Schmitt (beide SPD): „Die Podiumsdiskussion hat deutlich gemacht, dass wir nicht nachlassen dürfen beim Wohnungsbau und lebenswerten Quartieren mit ausreichendem Grün.“
„Der Bedarf an bezahlbaren Wohnungen in Hamburg ist weiterhin groß. Ziel der SPD in Hamburg ist, dass sich alle Menschen in unserer Stadt eine Wohnung leisten können“, sagen die beiden SPD-Bürgerschaftsabgeordneten für den Hamburger Westen, Anne Krischok und Frank Schmitt, unisono. Doch wie kann das gelingen und welche Voraussetzungen müssen dafür geschaffen werden? Darüber diskutierten sie mit der Altonaer Bezirksamtsleiterin, Dr. Liane Melzer, sowie dem Vorsitzenden und planungspolitischen Sprecher der SPD-Bezirksfraktion Altona, Thomas Adrian, in einer Podiumsveranstaltung mit interessierten Gästen im Stadtteilhaus Böverstland 38 in Lurup.

In der Vorstellungsrunde gaben die Podiumsgäste einen Überblick, was bereits erfolgreich auf den Weg gebracht wurde. Seit der Regierungsübernahme der SPD im Jahr 2011 wurden in Hamburg insgesamt 37.146 Wohnungen gebaut, 7.722 allein im Jahr 2016. Im Bezirk Altona wurden im vergangen Jahr 1.472 Wohnungen genehmigt und 940 Wohnungen fertiggestellt.

Deutlich wurde, dass Hamburg bundesweit Spitzenreiter beim sozialen Wohnungsbau ist. Das solle auch weiterhin so bleiben. Bei Neubauvorhaben werde in Altona auch weiterhin auf den sogenannten Drittelmix gedrängt. Dieser besagt, dass bei einem Neubauvorhaben ein Drittel Sozialwohnungsbau, ein Drittel im freifinanzierten Wohnungsbau und ein Drittel Eigentumswohnungen realisiert werden sollten. Damit habe Hamburg sehr gute Erfahrungen gemacht, es sei schließlich wichtig, eine gute Durchmischung der neuen Quartiere zu gewährleisten, in der sich vielfältige Gruppen zuhause fühlen können. Wenn zukünftig jährlich mindestens 10.000 Wohnungen neu gebaut werden und der soziale Wohnungsbau um 50 Prozent auf 3.000 Wohnungen pro Jahr gesteigert wird, müsse auch auf eine funktionierende Quartiersentwicklung geachtet werden. Neben dem klassischen sozialen Wohnungsbau sollen neue Angebote im preisgünstigen Wohnungsbau geschaffen werden. Der bereits begonnene, ohne öffentliche Förderung versehene Effizienzwohnungsbau, soll neue Wohnungen mit einer Netto-Kalt-Miete von acht bis neun Euro pro Quadratmeter ermöglichen.

Doch wie können diese Zielzahlen erreicht werden? Die Podiumsgäste erklärten, dass neben der Ausweisung neuer Flächen für Wohnungsbau die Strategien dafür seien, die Bestandshäuser entlang der großen Hauptverkehrsstraßen – den Magistralen – aufzustocken sowie in bebauten Quartieren und Flächen nachzuverdichten. Davon erhofft sich die Politik, dass dadurch ein Großteil der dringend benötigten Wohnungen gebaut wird.

In der anschließenden Diskussion mit den Gästen wurde deutlich, dass sich die Menschen im Hamburger Westen mit Nachdruck eine Schienenanbindung wünschen. Es könne nicht sein, dass immer mehr Wohnungen gebaut würden und somit die Bevölkerung im Hamburger Westen immer mehr zunehme, jedoch die längst versprochen S- oder U-Bahn auf sich warten ließe.

Weiterhin wurde die Sorge zum Ausdruck gebracht, dass beim Neubau und der Nachverdichtung auf bereits bebauten Flächen die Grünflächen und Hinterhöfe verloren gingen. Gerade die Vielzahl der Parks und Grünflächen würden Hamburg zu einer „grünen“ Stadt machen, waren sich die Gäste im Publikum und auf dem Podium einig. Ebenso einig waren sich Podium und Publikum, dass sich nur durch ein größeres Angebot an Wohnungen auch künftig alle Menschen in Hamburg eine Wohnung leisten werden können. Die Pläne von Bezirk und Senat würden es möglich machen, den Erhalt von Grünflächen und den Neubau von Wohnungen in eine Balance zu bringen. Einer Meinung waren die Podiumsgäste, was die Bebauung der Feldmarken anbelangt: Sie sollen aktuell und auch zukünftig nicht bebaut werden.

Nach der Veranstaltung waren Anne Krischok und Frank Schmitt zufrieden: „Es ist für uns Abgeordnete immer wichtig, mit den Menschen ins Gespräch zu kommen. Deren Erfahrungen aus dem Alltag, den kleinen und größeren Problemen, aber auch dem, was gut ist, helfen uns bei unserer politischen Arbeit sehr.“

Die Anregungen der Gäste im Publikum wurden mit Interesse von den anwesenden Politikerinnen und Politiker aufgenommen. Sie werden insbesondere im Stadtentwicklungsausschuss der Hamburger Bürgerschaft, in dem Anne Krischok Mitglied ist, im Verkehrsausschuss der Hamburger Bürgerschaft, in dem Frank Schmitt Mitglied ist, und im Planausschuss der Bezirksversammlung Altona, in dem Thomas Adrian Mitglied ist, in die weiteren politischen Diskussionen und Entscheidungen einfließen.

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