Anne Krischok (SPD): Stilllegung von Brunsbüttel und Krümmel wird endlich Wirklichkeit – darauf hat Hamburg (zu) lange gewartet

Vor einem halben Jahr hatte die Schwarz-Gelbe Bundesregierung noch eine Verlängerung der Laufzeiten für Atomkraftwerke beschlossen – nun die 180-Grad-Wende: Bis spätestens 2022 sollen alle deutschen AKWs vom Netz genommen werden. Die sieben ältesten Meiler, die zunächst nur vorübergehend abgeschalteten werden, sollen nicht mehr angefahren werden. „Die Verwirklichung dieser Pläne bedeutet, dass die stillgelegten AKWs in Brunsbüttel und Krümmel nie mehr ans Netz gehen werden“ freut sich Altonas SPD-Umweltexpertin Anne Krischok. „Dass diese SchrottMeiler dann uns nicht mehr gefährden, ist mehr als überfällig“.

Anne Krischok, in dieser Legislaturperiode auch Vorsitzende im Umweltausschuss der Hamburgischen Bürgerschaft, mahnt zugleich: „Der Wille zum Ausstieg, den es unter Rot-Grün schon einmal gab, ist das eine: Nun muss die massive Förderung der regenerativen Energien folgen: Biomasse, Energetische Sanierung, Photovoltaik und Windkraft müssen ausgebaut werden. Und wenn die Energieerzeuger klug sind, werden sie den Ausstieg zum Einstieg in die Zukunft der neuen Energie nutzen“ hofft die SPD-Politikerin. Bislang haben die Energieerzeuger verhalten auf die Pläne der Bundesregierung reagiert und auch die Oppositionsparteien sollen für einen gesamtgesellschaftlichen Konsens eingebunden werden. „Auch wenn ich mir persönlich einen früheren Atomausstieg gewünscht hätte, halte ich einen im Jahre 2022 noch für akzeptabel, insbesondere wenn wir dafür die Garantie bekommen, dass dieser tatsächlich kommt und endgültig ist“ mahnt Krischok.

Letzte Zweifel bleiben noch: Zum einen, weil die Absichtserklärung der Regierungsfraktionen noch in ein Gesetzgeschrieben werden muss, wo ggf. Schlupflöcher eingebaut werden könnten; zum anderen, weil die Frage der Suche nach einem Endlager für den Atommüll sowie der Ausbau der erneuerbaren Energie damit noch nicht beantwortet sind. Der Politik bleiben also noch spannende Diskussionen vorbehalten.

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