Nachdem vor einem halben Jahr es helle Aufregung nach den Asbest-Funden in Hamburgs Sporthallen gab, hat sich die Aufregung sichtlich gelegt: Und dies, obwohl immer noch in mehreren Schulen im Hamburger Westen (Gymnasium Rissen, Schule Iserbrook sowie Goethe-Gymnasium sowie Ganztageschule in der Franzosenkoppel in Lurup immer noch in den Schulsporthallen Asbest nachweisbar ist.

Die SPD-Wahlkreisabgeordnete Anne Krischok bekam vom Senat als Antwort auf ihre parlamentarische Anfrage mitgeteilt, dass nach Einschätzung der betrauten Sachverständigen von der LFK Ingenieurgesellschaft Luthe Fricke Kuhlmann von den asbesthaltigen Einbauten keine unmittelbare Gefahr ausgehe und die entsprechenden Wartungen in zwei bzw. fünf Jahren vorgenommen werden könnten. Lediglich im Luruper Goethe-Gymnasium wurden im Geräteraum sowie dem Umkleide- und Duschraum für Mädchen die Außenbeschichtung der Lüftungskanäle im Bereich der Flanschverbindungen erneuert und ergänzt.

Anne Krischok zeigt sich bzgl. der Untersuchungsergebnisse kritisch: „Ich höre, dass alle Schulsporthallen im Hamburger Westen nun uneingeschränkt nutzbar sein sollen. Aber es bleibt leider Fakt, dass auch in diesen Schulen fast 30 Jahre lang keine Untersuchungen nach Asbest oder anderen gesundheitsgefährdenden Stoffen erfolgte“. Konkret bedeutet das: Niemand weiß heute mehr, ob und wo noch Gefahrenquellen lauern, die regelmäßig überprüft werden müssten, keiner kennt die die genauen Asbest-Fundstellen von damals.

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