Die Bekanntgabe des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales, dass die Vorrangprüfung für drei Jahre auch in Hamburg entfällt, wurde von Anne Krischok begrüßt:

„Bisher musste die Bundesagentur für Arbeit grundsätzlich prüfen, ob die jeweiligen Arbeitsstellen mit bevorrechtigten deutschen Arbeitsuchenden und EU-Bürgerinnen und -Bürger besetzt werden konnte“, so die SPD-Politikerin aus den Elbvororten. „Diese Regelung sorgte gerade bei den Geflüchteten mit Aufenthaltsstatus für Frustration. Es war für die Menschen verständlicher Weise nicht zu verstehen, dass sie eine Arbeit nicht sofort annehmen durften. Auch für Arbeitgeber, die sich bewusst für einen bestimmten neuen Mitarbeiter entschieden hatten, ihn oder sie aber nicht beschäftigen durften, war das kein guter Zustand. Diese Regelung wird im Agenturbezirk Hamburg für die Dauer von zunächst drei Jahren ausgesetzt.“

Der Wegfall der Vorrangprüfung baut bürokratische Hemmnisse bei der Integration von Geflüchteten in den Arbeitsmarkt ab. Alle Arbeitsuchenden haben jetzt gleichrangigen Zugang zum Arbeitsmarkt.

Dabei ist der Hamburger Arbeitsmarkt in vielen Bereichen aufnahmefähig, weil geeignete Mitarbeiter fehlen. Deshalb wurde mit dem Projekt „W.I.R. – work and integration for refugees“ in Hamburg eine passende Infrastruktur geschaffen, um Qualifikationen von Geflüchteten zu registrieren, Abschlüsse vergleichbar zu machen und eine Arbeitsaufnahme zu ermöglichen.

Mehr Informationen zum Projekt „W.I.R.“  finden Sie im Internet unter www.hamburg.de/wir.