Wie geht es weiter mit der Stadtteilentwicklung in Iserbrook, Lurup und Osdorf? Das wollte die SPD-Bürgerschaftsabgeordnete Anne Krischok vom Senat wissen. Die Senatsantworten liegen nun vor – und sind trotz ihrer Dürftigkeit von Interesse: Ausstieg in Lurup, Umsteuerung am Botterbarg, in Altona Altstadt und in der Großer Bergstraße sowie Neuanfang am Osdorfer Born.
Für das Fördergebiet „Am Botterbarg“ in Iserbrook sollen Entwicklungskonzeption und -prozess in geringem Umfang nachgebessert werden. Was das konkret heißen soll, verrät der Senat leider nicht. Für die Fördergebiete Altona-Altstadt und Große Bergstraße/ Nobistor sind die zugrundeliegenden Konzeptionen nachzustrukturieren und die kalkulierte Förderlaufzeit zu verlängern.

Für das Nachsorgegebiet Lurup, Flüsseviertel/ Lüdersring-Lüttkamp soll eine Exitstrategie mit qualifiziertem Nachsorge- und Verstetigungskonzept entwickelt werden. Das Gebiet Osdorfer Born kommt für eine Neuanmeldung/ Neuaufnahme in RISE mit seinen verschiedenen Programmsegmenten der Städtebauförderung in Frage. Wie geht es nun vor Ort weiter? Auch hier bleiben die Senatsaussagen leider sehr vage: „Die Konkretisierung der Richtungsentscheidungen ist den für die Gestaltung der integrierten Gebietsentwicklungsprozesse zentral verantwortlichen Bezirksämtern und den Beschlüssen zu den jeweiligen Integrierten Entwicklungskonzepten mit ZeitMaßnahme-Kosten-Plan vorbehalten“.

Die SPD-Politikerin Anne Krischok bedauert, dass diese Empfehlungen in ihrer Allgemeinheit in den betreffenden Quartieren mehr Fragen als Antworten hinterlassen. „Es ist gut, wenn am Osdorfer Born mehr getan werden soll“ führt die SPDStadtentwicklungspolitikerin aus: „Allerdings muss in Lurup noch einiges erreicht werden, wenn der Senat sich hier verantwortungsvoll aus der Stadtteilentwicklung zurückziehen will“ Konkret beschlossen wurde vom Senat, dass in den geförderten Stadtteilen durch ein sog. „Sozialmonitoring“ im Rahmenprogramm Integrierte Stadtteilentwicklung
(RISE) genauer als bisher zu betrachten, wie sich die Stadtteile entwickeln. Zusätzlich wird im Bezirksamt Harburg das Modell von „Beschäftigungskonferenzen“ ausprobiert und nach einer erfolgreichen Implementierung auf ganz Hamburg ausgeweitet. Anne Krischok (SPD) bedauert es, dass es im Vorwege keine reale Mitsprachemöglichkeit der Bürgerinnen und Bürger gab, sondern dass diese nur im Nachhinein vom Ergebnis informiert werden. In einer weiteren Senatsanfrage will die SPD-Politikerin nun klären, was diese allgemeinen Vorgaben nun für die einzelnen Förderquartiere bedeuten und welcher Spielraum hier noch für die Bezirksämter und die betroffenen Einrichtungen besteht.
Zum Hintergrund: 2008 wurde die Stadtentwicklung unter dem Titel „Rahmenprogramm Integrierte Stadtteilentwicklung“ neu konzipiert. Aus einer früheren Senatsanfrage von Frau Krischok geht hervor, dass die zuständige Senatskommission Ende Oktober die bisherigen Fortschritte in den betreffenden Quartieren bewerten sollte. Die Empfehlungen betreffen hier die Verstetigungsgebiete Lurup und Osdorfer Born, das Themengebiet „Am Botterbarg“ in Iserbrook sowie die Sanierungsgebiete Altona-Altstadt und Große Bergstraße.

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