SPD-Bürgerschaftsabgeordnete Anne Krischok begrüßt die Bundesratsinitive von Hamburg und Thüringen

Der Senat der Freien und Hansestadt Hamburg hat gemeinsam mit Thüringen einen Antrag in den Bundesrat eingebracht, mit dem Mikroplastikeinträge eingeschränkt werden sollen. Dazu die SPD-Umweltexpertin Anne Krischok: „Ich begrüße es sehr, dass nun auch auf bundespolitischer Ebene endlich gegen Mikroplastik vorgegangen werden soll.“

Eine Studie des Frauenhofer-Instituts für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik geht davon aus, dass in Deutschland rund 330.000 Tonnen Mikroplastik pro Jahr freigesetzt werden, z.B. durch Abrieb von Reifen. Allein durch Kosmetika gelangen in Deutschland jährlich 922 Tonnen festes Mikroplastik in die Kanalisation, die dort nur zum Teil rausgefiltert werden können. Eine große Menge gerät in Flüsse, Seen und Meere sowie in Böden, so dass der Weg in die menschliche Nahrungskette gegeben ist. Eine gesundheitliche Gefährdung durch Mikroplastik kann bislang nicht ausgeschlossen werden.

Hamburg und Thüringen wollen mit ihrer Initiative erreichen, dass nationale Verbote oder Beschränkungen von Produkten mit bewusst zugesetzten Kunststoffpartikeln geprüft werden. Zudem sollte die Bundesregierung Maßnahmen finden, mit denen eine wirksame Minderung des Eintrags von Mikroplastik in Gewässer und Böden erzielt wird.
„Auch die EU hat eine gute Initiative mit ihrem Verbot von Einwegplastik gestartet. Jetzt müssen weitere Schritte folgen und die Produktion und der Verbrauch von Plastik insgesamt eingeschränkt werden“, betont Anne Krischok.
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