Anne Krischok (SPD): Endlich Hoffnung, dass bezahlbarer Wohnraum in Hamburg Realität wird

Hamburg braucht mehr Wohnungsbau! Nachdem der Hamburger Senat mit den sieben Bezirken mit dem Wohnungsbauvertrag die rechtlichen Rahmenbedingungen und die Abstimmung der Bezirke und Fachbehörden geregelt hat, ist nun eine entsprechende Vereinbarung mit Hamburgs Wohnungsbauunternehmen geschlossen worden. Ziel ist es, den tatsächlichen Wohnungsbau deutlich zu erhöhen.
Anne Krischok, Altonas SPD-Bürgerschaftsabgeordnete im Stadtentwicklungsausschuss unterstreicht: „Nachdem der SPD-Senat mit dem ‚Vertrag für Hamburg‘ die kommunalpolitischen und behördlichen Ebenen eingebunden hat, ist jetzt auch die Wohnungswirtschaft mit im Boot. Damit sind alle wichtigen Akteure erstmals als Partner auf das gemeinsame Ziel eingeschworen, in Hamburg jährlich 6.000 neue Wohnungen zu bauen“.
Positiv für Hamburgs Mieter: Bei den Neubauvorhaben soll es künftig einen 30prozentigen Anteil von gefördertem Mietwohnungsbau geben. Energetische Bestandssanierung soll sich am Ziel der Warmmieten-Neutralität orientieren. Anne Krischok ist dies besonders wichtig: „Damit wird die soziale Verträglichkeit solcher Modernisierungsmaßnahmen gesichert. Momentan werden die entsprechenden Kosten nach Bundesrecht so umgelegt, dass die Mieter 11% der Renovierungskosten dauerhaft tragen müssen – außerhalb des geltenden Mietenspiegels. Dadurch werden Menschen aus Ihren Häusern vertrieben: Das muss bei aller Wertschätzung des Umweltschutzes unbedingt vermieden werden“, so Krischok.

Zum Hintergrund:

Unterzeichner von Seiten der Wohnungswirtschaft sind

  • der Verband norddeutscher Wohnungsunternehmen (VNW),
  • die Arbeitsgemeinschaft Hamburger Wohnungsunternehmen e.V. (AHW),
  • der Bundesverband freier Immobilien- und Wohnungsunternehmen e.V. (BFW),
  • der Landesverband Nord e.V.,
  • der Grundeigentümer-Verband Hamburg von 1832 e.V.,
  • der Immobilienverband Deutschland (IVD),
  • der Verband der Immobilienberater, Makler, Verwalter und Sachverständigen, Region Nord e.V. sowie
  • die SAGA Siedlungs-Aktiengesellschaft Hamburg und die GWG Gesellschaft für Wohnen und Bauen mbH (SAGA GWG)


Die wichtigsten Vereinbarungen im Überblick:
Mehr Neubau von Wohnungen

Die Stadt Hamburg sagt zu, Fördermittel für wenigstens 2.000 Mietwohnungen mit Mietpreis- und Belegungsbindungen für geringe und mittlere Einkommen bereitzustellen. Weiteren wird Hamburg städtische Grundstücke künftig unter Berücksichtigung ihrer individuellen Rahmenbedingungen aufgrund von Konzeptausschreibungsverfahren vergeben.
Die Wohnungsverbände sagen zu, auf ihre jeweiligen Mitgliedsunternehmen bzw. Mitglieder einzuwirken, den Wohnungsbau so zu befördern, dass die Wohnungsbauziele des Senats erreicht werden können.
Klimaschutz und Energieeffizienz zu sozialen Konditionen.

Die Wohnungsverbände bekennen sich zu den Klimaschutzzielen des Senats und wirken auf ihre Mitgliedsunternehmen ein, die durchschnittlichen Endenergieverbräuche (ohne Warmwasser) bis 2020 auf 133 kWh/a je m² Wohnfläche zu verringern und den jährlichen CO2-Ausstoß im gleichen Zeitraum auf 25,0 kg je m² Wohnfläche zu senken. Für Altbauten gelten Sonderregelungen. Die unterzeichnenden Verbände bekennen sich zu ihrer sozialen Verantwortung gegenüber ihren Mietern und Mitgliedern. Sie wollen gemeinsam mit der Wohnungspolitik und den Mieterverbänden Lösungen suchen, um die energetischen Ziele sozialverträglich umzusetzen. Die Stadt Hamburg gewährleistet eine zuverlässige und kontinuierliche Förderung von energetischen und umfassenden Modernisierungen von Bestandswohnungen.

Hier finden Sie die Pressemiteilung im PDF-Format.