Anne Krischok (SPD): Ende des Jahres gibt es Klarheit, welche Lärmschutzmaßnahmen in Altona realisiert werden

Wird es bald an einigen Straßen in Altona ruhiger? Der Umweltausschuss der Hamburgischen Bürgerschaft hat den Senat aufgefordert, bis Ende des Jahres verbindliche Aussagen zu machen, welche Lärmschutzmaßnahmen an besonders belasteten Straßenabschnitten in den Hamburger Bezirken in den kommenden Jahren durchgeführt werden sollen. Ein entsprechender Antrag der SPD wurde einstimmig angenommen. Die Bürgerschaftsabgeordneten haben ebenfalls beschlossen, dass noch in diesem Jahr in einer Expertenanhörung Hamburgs Lärmstrategie nochmals kritisch erörtert wird.

Die SPD-Abgeordnete Anne Krischok ist Vorsitzende des Umweltausschuss und kommentiert diese Entscheidung positiv: „Nachdem in den vergangenen Jahren in den Bezirken mehrere Lärmforen stattfanden, wollen wir bis Ende des Jahres wissen, was sich wo konkret verändert. Daneben erwarten wir bis Ende kommenden Jahres genaue Maßnahmen-, Zeit- und Kostenpläne.“

Eine Vielzahl von Maßnahmen sind denkbar: Geschwindigkeitsbeschränkungen, Ausweisung von beruhigten Gebieten zur Verringerung von Durchfahrtsverkehren, Verlegung von Flüsterasphalt, Lärmschutzwände an Bahnstrecken, Verbesserung von Ampeltaktungen, Reduzierung von Flugbewegungen, Beschränkung des LKW-Verkehrs oder LKW-Durchfahrverbote. Anne Krischok wird über die Maßnahmen baldestmöglich informieren, die dann in Abstimmung mit den Bezirken in den kommenden Jahren umgesetzt werden sollen. Neben den Maßnahmen in den Bezirken will der Senat noch in den Bereichen Straßen- Schienen- und Luftverkehr weitere Maßnahmen für ganz Hamburg entwickeln, mit denen Hamburg leiser gemacht werden soll.

Zum Hintergrund: Laut EG-Umgebungslärmrichtlinie sind die Mitgliedsstaaten verpflichtet, Aktionspläne zur Regelung der Lärmprobleme und Lärmauswirkungen unter Mitwirkung der Öffentlichkeit zu erstellen. In den Jahren 2009 und 2010 haben die Bezirke in „Lärmforen“ Hinweise der Bevölkerung aufgenommen. Seit 2011 hat sich die Hamburger Verwaltung mit den Ergebnissen auseinandergesetzt und ca. 800 Maßnahmen einer anschließenden Bewertung durch Fachgutachter unterzogen. Die Handlungskonzepte zielen insbesondere darauf ab, durch Verbesserungen im Verkehrsfluss, durch Förderung des öffentlichen Nahverkehrs, durch Maßnahmen zur Verringerung des LKW-Lärms oder durch eine lärmoptimierte Bauleitplanung eine Reduzierung der Lärmbelastung zu erreichen. Im Bereich Schienenverkehr steht neben Bau von Lärmschutzwänden die langfristige Sanierung des Güterzugfuhrparks der DB im Vordergrund. Beim Fluglärm gilt es vordringlich, die Belästigungen während der Nacht durch Reduzierung der nächtlichen Flugbewegungen weiter herabzusetzen oder durch die Einführung emissionsabhängiger Landeentgelte laute und emissionsstarke Flugzeugtypen fernzuhalten.
Weitere Infos zu dem Thema findet man im Internet unter www.hamburg.de/laermaktionsplan sowie zum Bezirk Altona auch unter www.hamburg.de/start-altona/1807518/programm-altona.html

Hier finden Sie die Pressemitteilung im PDF-Format.