Wird die von CDU und GAL versprochene Ausweitung von Tempo-30-Zonen verschlafen? Eine entsprechende Anfrage der SPD-Wahlkreisabgeordneten Anne Krischok lässt dies befürchten. Dort antwortet der Senat lediglich: Die Bewertung der vorhandenen Vorschläge ist noch nicht abgeschlossen – und wann dies der Fall sein wird, könne man nicht sagen.

Die SPD-Verkehrspolitikerin enttäuscht diese lapidare Aussage: „Die Vorschläge liegen bereits seit fast einem Jahr vor, die Stellungnahmen von HVV und Behörden zu den Vorschlägen seit über acht Monaten. Anscheinend hat die Behörde von Senatorin Hajduk gar kein Interesse an der Einrichtung neuer Tempo-30-Zonen“.

Zum Hintergrund: CDU und GAL hatten in ihrem Koalitionsvertrag 2008 vereinbart: „An geeigneter Stelle kann es weitere Tempo-30-Zonen geben.“ Der zuständigen Stadtentwicklungsbehörde wurden hamburgweit 250 Straßenabschnitte für Tempo-30-Zonen gemeldet. Vom Bezirk Altona wurden 15 Straßen vorgeschlagen – und zwar folgende: Bahrenfelder Kirchenweg, Bockhorst, Gasstraße, Große Rainstraße, Hohenesch, Kirchenstraße, Kleine Rainstraße, Lüttkamp, Nöltingstraße, Ottenser Hauptstraße, Parkstraße, Schanzenstraße, Scheel-Plessen-Straße, Schulterblatt und der Tinsdaler Kirchenweg

„Es wird Zeit, dass die Stadtentwicklungsbehörde die vorhandenen Vorschläge präsentiert und den Bürgerinnen und Bürgern sagt, wo in den kommenden Jahren diese Tempo-30Zonen eingerichtet werden sollen – und wo nicht“ führt Anne Krischok aus. „Dies bedeutet nicht, dass die Hauptverkehrsstraßen hiervon betroffen sind, sondern dass sog. Nebenstraßen künftig für Kinder sicherer sind und die Verkehrsunfälle zurückgehen könnten“. Es bleibt abzuwarten, wann die im Schwarz-Grünen Koalitionsvertrag angekündigten Tempo30-Zonen nun endlich verwirklicht werden: Vor Ort werden diese gewünscht und auch die Opposition stellt sich diesem Projekt nicht in den Weg. Woran hapert es dann?

Hier finden Sie die Pressemitteilung im PDF-Format.