Die künftigen Förderziele im „Rahmenprogramm Integrative Stadtteilentwicklung“ stehen fest: Wie diese nun im Einzelnen aussehen, hat die SPDWahlkreisabgeordnete Anne Krischok vom Hamburger Senat erfragt, da diese bislang noch nicht veröffentlicht worden sind.

Zu Iserbrook: Die Hamburger Programmförderung für das Fördergebiet „Am Botterbarg“ soll 2012 beendet werden. Bis dahin soll ein „Verstetigungskonzept“ erarbeiten werden, welche den Umbau des lokalen Nahversorgungszentrums vorantreibt, selbstragender Vernetzungs- und Beteiligungsstrukturen im Quartier ermöglicht sowie die Kooperationen zwischen SAGA GWG, Bauverein der Elbgemeinden (BVE) und Bezirksamt Altona zur Sicherung der Arbeit einer quartiersbezogenen Einrichtung (Pro-Quartier) über den Förderzeitraum hinaus ermöglicht.
Zu Lurup: Lurup soll ein weiteres Jahr – nun also bis Ende 2012 im Rahmenprogramm Integrierte Stadtteilentwicklung (RISE) verbleiben, Diese Zeit soll nach Senatsangaben „zur Erarbeitung eines qualifizierten gebietsspezifischen Verstetigungskonzepts genutzt werden“. Für die hier entwickelten Projekte und Maßnahmen soll es die Chance geben, dass diese im Anschluss an die Programmförderung künftig dauerhaft aus dem regulären Haushalt finanziert werden.
Zum Osdorfer Born: Hier heißt es zum Förderziel verklausuliert: „Aktualisierung der Problem- und Potenzialanalyse und die Erarbeitung eines Entwicklungskonzepts, mit dem auch die für die Förderung des Gebiets in Frage kommenden Programmsegmente bestimmt werden.“ Hier hätte man sich vor Ort sicher klarere Orientierungspunkte gewünscht – denn die Senatsaussage bleibt doch sehr vage.
Zum Altonaer Kerngebiet: Die Gebietsentwicklungsprozesse für das Sanierungs- und Stadtumbaugebiet S 5 Große Bergstraße und für das Entwicklungsquartier AltonaAltstadt sollen zeitlich synchronisiert werden, das heißt beide Verfahren sollen bis 2017 laufen. Für das Entwicklungsquartier Altona-Altstadt soll ein Integriertes Entwicklungskonzept mit Zeit-Maßnahme-Kosten-Plan entwickelt werden. Wie geht es nun weiter? Die vielen Konzepte sollen vom Altonaer Bezirksamt entwickelt werden.
Die SPD-Politikerin Krischok kritisiert in diesem Zusammenhang die nichtssagenden Programmziele: „Mit diesen Luftblasen ist vor Ort niemanden geholfen. Wir brauchen auch nicht immer wieder neue Konzepte, sondern Geld für konkrete Maßnahmen: Noch immer schwebt die nur vorläufig ausgesetzte Sparvorgabe vom letzten Schwarz-Grünen Senat von 2,5 Millionen im Raum: Diese Unsicherheit muss für die Träger und Beteiligten vor Ort endlich ein Ende haben“.

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