Anne Krischok und Frank Schmitt (beide SPD) unterstützen mit Tronc-Mitteln Ehrenamtliche im Naturschutz

Am Samstag, den 04.02.2018, fand in Blankenese der erste Vortrag in einer mit TroncMitteln der Hamburgischen Bürgerschaft finanzierten Vortragsreihe der Stadtteilgruppe West des Naturschutzbundes Deutschland e. V. (NABU) statt. Barbara Engelschall (Botanikerin und Geschäftsführerin des Regionalparks Wedeler Au e.V.) und der Entomologe Frank Röbbelen widmeten sich dem interessanten Thema Insektenschutz und gaben praktische Tipps, wie Parks und Gärten zu einem Paradies für Schmetterlinge und Insekten werden können.

„Insektenschutz ist sehr wichtig, da auch die Artenvielfalt unserer Blüh- und Nutzpflanzen entscheidend von den Insekten abhängt. Dass deren Überleben gefährdet ist, liest und hört man inzwischen leider zu oft. Daher begrüße ich es sehr, dass der NABU mit diesem Vortrag jedem Einzelnen die Möglichkeit gibt, dem Insektensterben entgegen zu wirken“, erklärte die SPD-Umweltexpertin Anne Krischok.

Auch wenn es auf den ersten Blick nicht so aussieht, bieten auch Großstädte Lebensraum für wildlebende Pflanzen und Tiere. Die beiden Referenten des NABU betonten in ihren kurzweiligen Vorträgen, dass jeder- – auch Mieter – sich für mehr Natur engagieren kann. Nutzer eines Balkons, Mietergartens oder Paten eines öffentlichen Beetes können die Anlagen nicht nur optisch verschönern. Mit dem Pflanzen von Wildstauden oder dem Anbringen von Nisthilfen lassen sich neue Lebensräume für Wildpflanzen und Wildtiere schaffen. Sehr gute Tipps bietet dazu auch die Broschüre „Grüne Vielfalt im Wohnquartier“, die Sie hier http://www.hamburg.de/contentblob/6103620/347f51b1ec49dceb9a129dc02893d8d2/data/br oschuere-gruene-vielfalt-im-wohnquartier.pdf herunterladen können.

Barbara Meyer-Ohlendorf, die Vorsitzende der Stadteilgruppe West des Naturschutzbundes Deutschland e.V. zitierte Loki Schmidt und betonte, dass „die Unordnung in den Gärten das A und O sei. Man solle auch der Natur Räume im Garten überlassen und nicht alles immer schön ordentlich machen. Damit trägt man sehr viel zur Artenvielfalt bei.“

Die NABU-Gruppe West ist sehr aktiv im Bereich Naturschutz und führt sehr viele Aktionen, wie zum Beispiel Bachaktionstage, durch. Sie hatte im letzten Frühjahr bereits ein sehr gut besuchtes Amphibienfest im Klövensteen veranstaltet, das ebenfalls mit Tronc-Mitteln finanziert wurde.

„Ich freue mich, dass wir mit den Tronc-Mitteln ehrenamtliche Arbeit finanziell unterstützen können. Mit ihrem großen Engagement leisten die vielen Aktiven in der Stadtteilgruppe West des NABU einen unschätzbaren Beitrag für den Naturschutz und auch für die Bildung von Kindern und Jugendlichen im Bereich Umweltschutz. Das verdient unser aller Respekt und Anerkennung”, betonte Frank Schmitt.

Hintergrund der Tronc-Abgabe: Zur Unterstützung der gemeinnützigen Arbeit vergibt die Hamburgische Bürgerschaft Mittel aus der so genannten Tronc-Abgabe an soziale Einrichtungen und Projekte sowie Stiftungen und Initiativen, die sich mit großem Einsatz und Engagement um die Belange von Kindern und Jugendlichen, den sozialen Ausgleich, die sportliche und kulturelle Förderung, dem ökologischen Ausgleich oder auch um das gute Zusammenleben in den Stadtteilen und der Nachbarschaft kümmern. Die Tronc-Abgabe ist die Bezeichnung für eine steuerliche Einnahme aus dem Tronc der Spielbanken. Diese stammen aus Zuwendungen, die von Spielbankbesuchern für das Personal, für die Spielbank oder ohne ersichtliche Zweckbestimmung gegeben werden. Für die Haushaltsjahre 2017/18 wurden hamburgweit insgesamt knapp 600.000 Euro vergeben.

Die beiden SPD-Bürgerschaftsabgeordneten Anne Krischok und Frank Schmitt für den Wahlkreis 4 haben sechs gemeinnützige Projekte mit insgesamt 33.800 Euro unterstützt.

Hier finden Sie die Pressemitteilung im PDF-Format.