Anne Krischok (SPD): Das ist für die Menschen am Born eine Zumutung!

Wenn die Postbank ihre Filiale am Osdorfer Born zum Ende des Jahres schließen wird, ist dies politisch ein Skandal und kann nur zu Protesten führen: Rein rechtlich darf sie das aber. Wie der Senat auf eine entsprechende parlamentarische Nachfrage der SPDBürgerschaftsabgeordneten für Lurup und Osdorf, Anne Krischok, berichtet, müssen nach der Post-Universaldienstleistungsverordnung in Städten Filialen grundsätzlich in maximal 2.000 Metern für die Kundschaft erreichbar sein. Es besteht daher leider keine Verpflichtung der Deutschen Post, Filialen an bestimmten Standorten zu positionieren oder zu erhalten. Und solange vor Ort Postleistungen angeboten (in einer Filiale der Post oder in einem anderen Geschäft), wird hiergegen auch nicht vorgegangen.

Während der Senat die Planungen der Postbank bestätigt, die jetzigen PostbankFinanzcenter aus Lurup und Osdorf ab 2012 im neu entstehenden Lurup-Center zusammen zu führen, mahnt die SPD-Politikerin die sozialen Konsequenzen an: „Es gibt keine direkte Busverbindung vom Osdorfer Born zur neuen Filiale – und selbst dann wären Hatz-IV-Empfänger gezwungen, Fahrgeld zum Tätigen der Bankgeschäfte zu bezahlen – oder müssen sich eine neue Bank suchen.

Da die Bewohnerinnen und Bewohnern des Stadtteils Osdorf nach der Schließung der Filiale am Borncenter die Post-Filialen im Lurup-Center, der Osdorfer Landstr. 218 und Osdorfer Landstr. 131 (Elbe Einkaufszentrum EEZ) sowie Altonaer Chaussee 26 (Schenefeld) verfügen, sind die rechtlichen Anforderungen der Post-Mindestversorgung rechtlich erfüllt. In der Bornheide 45 verbleibt zudem die Packstation wie die an den Standorten Lüttkamp 2 und Am Botterbarg 99. Zu weiteren Verbesserungsvorschlägen macht die Deutsche Post auf Anfrage noch keine weiteren Vorschläge.

Hier finden Sie die Pressemitteilung im PDF-Format.