Anne Krischok und Frank Schmitt (SPD) begrüßen die Entscheidung

Während SAGA GWG in den vergangenen Jahren Reihenhäuser leer stehen ließ, um sie später einfacher verkaufen zu können, soll mit dieser Praxis nun Schluss sein: Das städtische Wohnungsbauunternehmen SAGA GWG wird in Zukunft nur noch in Ausnahmefällen neue Reihenhausanlagen zum Verkauf anbieten. Das hat der Aufsichtsrat auf Vorschlag von Jutta Blankau, der Senatorin für Stadtentwicklung und Umwelt, beschlossen.
Anne Krischok ist als SPD-Wahlkreisabgeordnete Mitglied im federführenden Stadtentwicklungsausschuss und betont: „Mieter können künftig bei Wunsch ihre Wohnungen weiterhin kaufen, aber die SAGA wird vorhandenen Leerstand in den kommenden Monaten beenden: Es gehört zu den Skurilitäten des Schwarz-Grünen Senates, dass die SAGA Reihenhäuser leer stehen lassen musste, um diese verkaufen zu können“.
Frank Schmitt, ebenfalls SPD-Bürgerschaftsabgeordneter für den Hamburger Westen, begrüßt diese Entscheidung: „Auch hier bei uns im Hamburger Westen haben wir eine angespannte Lage auf dem Mietwohnungsmarkt. Deshalb ist es gut, wenn SAGA GWG die Reihenhäuser weiterhin zur Miete anbietet. Insbesondere Familien werden davon profitieren.“ In bestimmten Reihenhausanlagen hat SAGA GWG bisher den aktuellen Mieterinnen und Mietern das jeweilige Reihenhaus zum Kauf angeboten. SAGA GWG gehören derzeit 7192 Reihen- und Duplexhäuser, davon wurden 1921 Häuser den Mieterinnen und Mietern angeboten oder ein Angebot ist bereits angekündigt worden.
Über diese Zahl hinaus werden nunmehr keine neuen Reihen- und Duplexhäuser aktiv zum Verkauf angeboten. Wenn in einzelnen Reihenhausanlagen die überwiegende Mehrheit der Mieterinnen und Mieter eine konkrete Kaufbereitschaft signalisiert, wird in Zukunft der Aufsichtsrat von SAGA GWG auf Vorschlag des Vorstandes über einen Verkauf an die Mieterinnen und Mieter entscheiden.
Seit in Hamburg die SPD wieder regiert, baut SAGA GWG auch wieder neue Wohnungen. CDU und GAL hatten den Neubau bis 2010 fast eingestellt. Jährlich sollen 1.000 Wohnungen entstehen, mindestens ein Drittel davon als Sozialwohnungen. Auch die Mieten erhöht SAGA GWG nicht mehr automatisch. Vielmehr prüft sie quartiersbezogen die Sozialverträglichkeit von Mieterhöhungen. Als im letzten Jahr der Mietenspiegel deutlich angestiegen war, erfolgte nur eine Erhöhung um die zweijährige Inflationsrate. Damit wirkt SAGA GWG deutlich dämpfend auf die Mietenentwicklung in unserer Stadt.

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