Anne Krischok (SPD) fordert eine Reparaturoffensive

Mondlandschaft oder Hamburger Hauptstraße? Vielfach ist das nach dem strengen Winter auf den ersten Blick nicht eindeutig zu klären. Tausende von Schlaglöchern machen Autofahrern zu schaffen. Die Stadtentwicklungsbehörde hat sich nun mit den Bezirken auf Straßen geeinigt, die zuerst saniert werden müssen: In Altona ist dies die Elbgaustraße. Hierfür gibt es Geld aus einem 10-Millionen-Sofortprogramm des Senats: Für die anderen Straße sollen zunächst die Bezirke mit den vorhandenen Geldern auskommen.
Die SPD-Bürgerschaftsabgeordnete Anne Krischok ist über dieses Ergebnis des sogenannten „Schlagloch-Gipfels“ mehr als enttäuscht: „Die Flickschusterei auf Hamburgs Straßen soll offensichtlich fortgesetzt werden. Es ist schön, wenn die arg ramponierte Elbgaustraße endlich ordentlich repariert wird. Aber man sollte sich nicht nur eine Straße als Vorzeigeprojekt aussuchen: Alle Autofahrer können sicher Dutzende Stellen nennen, die umgehend repariert gehören“. Die sozialdemokratische Verkehrsexpertin verweist darauf, dass der Rechnungshof erst vor wenigen Wochen bemängelt hatte, dass der Senat die Investitionen in den Straßenbau als auch die Mittel zur Straßenerhaltung kontinuierlich zurück gefahren hatte. „Hier wird am falschen Ende gespart: Die Flickschusterei der vergangenen Jahre sorgt dafür, dass nun an vielen Stellen eine viel teurere Grunderneuerung nötig wird“, sagte Krischok. „Zudem beanstandet der Rechnungshof, dass der Fahrbahnaufbau nicht immer aktuell erfasst wird: Somit ist vielfach unklar, ob statt weniger aufwendigen Maßnahmen eine Grundinstandsetzung nicht unabdingbar ist“.
Sie verwies gleichzeitig auf eine Große Anfrage der SPD-Bürgerschaftsfraktion zur Schlagloch-Problematik. In ihr will die SPD-Fraktion unter anderem wissen, wann die entsprechenden Straßen gebaut und wann instandgesetzt wurden. Auch will die SPD wissen, welche Kosten für die Schlaglochsanierung in den Hamburger Bezirken anfallen und wer für die dafür vorhandenen Kosten aufkommen wird.

Hintergrund

Auf folgenden Hauptverkehrsstraßen sind derzeit in Altona Schlaglöcher vorhanden: Behringstraße, Bleickenallee, Bornkampsweg, Ebertallee, Elbgaustraße, Hohenzollernring, Holstenkamp, Julius-Leber-Straße, Kieler Straße, Königstraße, Luruper Hauptstraße, Max-Brauer-Allee, Palmaille, Reventlowstraße, Rissener Landstraße, Rugenbarg, Schenefelder Landstraße, Schnackenburgallee, Stresemannstraße, Sülldorfer Landstraße und Walderseestraße. Deren Instandhaltung liegt in der Verantwortung der Hamburger Verkehrsbehörde.
Dazu sind in Altona zahlreiche Bezirksstraßen beschädigt, für deren Instandhaltung die Bezirke verantwortlich sind.

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