Unkorrigiertes Redemanuskript
– Es gilt das gesprochene Wort –
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Sehr geehrte Frau Präsidentin,
sehr geehrte Damen und Herren,

die Bedeutung von nachhaltigem Handeln wird uns aktuell in den Nachrichten vor Augen geführt.

Die schlimmen Bilder von den Überschwemmungen in Indien und die verheerenden Stürme in der Karibik und den USA zeigen uns, wie die Klimaveränderungen unserer Tage wortwörtlich das Leben von Menschen gefährden.

Es ist unglaublich, dass der Präsident der Vereinigten Staaten gegen den gesamten meteorologischen Sachverstand leugnet, dass
unser aller Handeln und unser Wirtschaften die Ursache ist.

Sogar in diesem Hause soll es Vertreter von Parteien geben, die ein Programm vertreten, das das Offensichtliche in diesem Punkt auch nicht wahrhaben will.

Wir müssen Nachhaltigkeit in allem mitdenken, weil es ein roter Faden für unser gesamtes Handeln sein muss.

Die politischen Vorgaben durch die Agenda 2030 der Vereinten Nationen und der nationalen Nachhaltigkeitsstrategie der Bundesregierung geben Rahmenbedingungen vor und betonen zu Recht die Bedeutung der Städte, ihre Bedeutung als Verursacher von Problemen und gleichzeitig als Chancenraum für Lösungen.

Und Hamburg ist natürlich mit beidem genauso angesprochen, wie jede andere Großstadt weltweit.

Aber – wir müssen uns nicht verstecken, denn in vielem sind wir schon wirklich gut.

Die vorliegende Senatsdrucksache zur „Umsetzung der Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen in Hamburg“ gibt dafür gute Leitlinien.

In der Drucksache werden 5 Themenkomplexe mit 17 Zielen und vielen Maßnahmen genannt.
Da die Drucksache an 7 Ausschüsse überwiesen wird, werden viele Ihnen noch Gelegenheit haben, sich mit den Details auseinanderzusetzen.

Sie werden dann feststellen, dass der Senat nicht erst jetzt das Thema Nachhaltigkeit entdeckt hat, sondern an bereits erfolgreich begonnenen Schritten anknüpft.

Erinnern möchte ich daran, dass Hamburg 2011 als Europäische Umwelthauptstadt ausgezeichnet wurde.
Im gleichen Jahr erhielt Hamburg den Titel „Fairtrade-Stadt“.

Zur Nachhaltigkeit im Verständnis der UNO Agenda gehört auch der Zugang zu erschwinglichem Wohnraum. Die Stadt Hamburg baut von allen bundesdeutschen Großstädten – relativ gesehen – die meisten Sozialwohnungen.
Und wir schaffen neuen Wohnraum, ohne dass wir dabei den grünen Charakter unserer Stadt aufgeben.
Ich glaube, da kann Hamburg für manche Stadt weltweit als Vorbild herhalten!

Nachhaltigkeit bedeutet auch, etwas zu beginnen, das in die Zukunft wirkt.

Bereits Mädchen und Jungen müssen verstehen, was ein verantwortungsvoller Umgang mit der Welt bedeutet.
Das fängt in den Kitas an und mündet in einem Schulsystem, wo das Thema Nachhaltigkeit in den Lehrplänen verankert ist.

Die Unesco hat Hamburg in diesem Zusammenhang für seine vorbildbliche Arbeit gewürdigt und als Key Partner für das Weltaktionsprogramm benannt.

Jetzt möchte ich mit den Worten des Schriftstellers Salman Rushdi schließen.
Er sagte über die Zukunft der Menschheit, die Jugend sei wissbegierig und tatkräftig.
Darum sei er sicher, dass diese jungen Menschen in einer gerechten, guten Welt leben werden.

Tragen wir Alle dazu bei, dass wir in Hamburg unser Bestes geben.

Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit!
Hier finden Sie die Rede im PDF-Format