Scheinbar nebenbei ließ Senatorin Hajduk in der letzten Bürgerschaft eine „Bombe“ in einem Nebensatz fallen: „Wir werden das Projekt Gemeinschaftsstraßen deutlich zeitlich strecken, um Mittel für die Instandsetzung der Straßen zu bekommen.“ Während es bis vor kurzem hieß, dass in der Bahrenfelder Straße Altonas ModellShared-Space-Projekt etabliert werden soll, kommt nun aus dem Stand die totale Kehrtwende. Die Ottenser Bürgerschaftsabgeordnete Gabi Dobusch erinnert daran, dass noch im März der Senat auf eine parlamentarische Anfrage mitteilte, dass die Bahrenfelder Straße im Jahre 2011 eine Gemeinschaftsstraße werden solle. Laut Senat sollte die Öffentlichkeit an den Planungen beteiligt werden, was jedoch bisher weder für die Anwohnerinnen und Anwohner noch für die Gewerbetreibenden vor Ort erfolgt ist. „Handelt es sich hierbei um ein weiteres Prestigeprojekt, dem der Senat weder planerisch noch finanziell gewachsen ist?“ fragt sich die SPD-Abgeordnete.

Auch Anne Krischok, Mitglied im Verkehrsausschuss, wundert sich über den Schwenk: „Zunächst sollen die Bezirke Modellprojekte entwickeln, dann legt der Senat alles auf Eis.“

Beide SPD-Abgeordneten begrüßen, dass nun Hamburg mehr Geld in die Reparatur von Schlaglöcher investiert und dafür andere Projekte zurückstellt: Die jetzige Senatsansage der „deutlichen Streckung“ aber ist unklar. In einer gemeinsamen Senatsanfrage wollen beide Altonaer SPD-Bürgerschaftsabgeordnete deshalb klären, was sich hinter dieser Ankündigung verbirgt und ob es sich nicht gar um einen heimlicher Abschied auf Raten von diesem Projekt handelt.

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