Anne Krischok (SPD): Versprochen war, dass die Müllgebühren nicht steigen

Die strengere Mülltrennung wird entgegen aller Ankündigungen vom Hamburger Senat nun doch für die Hamburgerinnen und Hamburger teurer als zunächst gedacht, „Dies schafft zu Jahresbeginn mehr Frust als Lust zum Mülltrennen“ ist die Altonaer SPD-Umweltexpertin Anne Krischok überzeugt.

Warum diese Kritik? „Nur wenn man bereits eine grüne Tonne hat, spart man Geld. Diese Haushalte brauchen aber keinen Anreiz, weil sie bereits ihren Müll trennen. Für sie ist die Gebührensenkung ein reiner Mitnahmeeffekt. Für alle anderen Haushalte wäre eine vorherige Informations- und Motivationsphase sicher überzeugender gewesen“, sagt Krischok. Wer heute bereits Gartenabfall kompostiert, Altpapier und Altglas zum Container bringt und Recycling-Stoffe im gelben Sack entsorgt, muss dennoch mehr für seine Restmüll-Tonne zahlen. „Das zeigt, dass das Konzept gut gemeint, aber schlecht gemacht ist“, sagte Krischok.

„Dass jetzt die meisten Haushalte in Hamburg mehr für die graue Tonne zahlen müssen, schafft schlechte Stimmung“. Darüber hinaus komme das Bestellformular für gelbe, blaue und grüne Tonne erst mit der Rechnung für das kommende Jahr. Dann vergehe Zeit, bis die Tonnen ausgeliefert werden. Und dann müsse mehr gezahlt werden, ehe die neue Regelung – wie etwa die 14-tägige Abholung – eine Ersparnis bringt. „Gut gedacht – schlecht gemacht.

„So wird der Haushaltskunde unnötig verärgert“, sagte Krischok. „Es wäre fatal, wenn der Anreiz zum Mülltrennen lediglich eine Gebührenerhöhung kaschieren sollte. Dann würde die Idee der Recyclingwirtschaft in Verruf geraten“, warnte die SPD-Umweltpolitikerin.

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