SPD-Bürgerschaftsabgeordnete Anne Krischok freut sich: „Norddeutschland setzt für den Klimaschutz auf Wasserstoff als emissionsarme Energie.“

Die Hamburgische Bürgerschaft hat in der Aktuellen Stunde in der letzten Bürgerschaftssitzung auf Anmeldung der SPD-Bürgerschaftsfraktion die Norddeutsche Wasserstoffstrategie als Grundstein für erfolgreiche Dekarbonisierung der Industrie diskutiert.

Dazu die SPD-Umweltexpertin Anne Krischok: „Wasserstoff ist eine Schlüsseltechnologie, die uns helfen wird, die CO 2 -Emissionen zu reduzieren. Gerade hier in Hamburg haben wir die Infrastruktur, um grünen Wasserstoff zu produzieren. Ich begrüße es sehr,dass wir diese Chance nutzen. Gut ist, dass es hier einen Schulterschluss aller norddeutschen Bundesländer gibt.“

Gerade im Hinblick auf die Energiewende ist Wasserstoff die perfekte Lösung. Wasserstoff eignet sich als Speicher für Stromüberschüsse, aber auch als Treibstoff für PKWs, LKWs und Schiffe. In der Schweiz wird zur Zeit ein wasserstoffbetriebener LKW entwickelt. Gerade im Bereich der Mobilität ist Wasserstoff sehr gut einsetzbar. Er kann ganz normal an Tankstellen getankt werden und eine Tankfüllung hat eine sehr hohe Reichweite.

In Hamburg wird die Wasserstofftechnologie schon länger gefördert. So werden zum Beispiel Busse eingesetzt, die mit Wasserstoff-Brennstoffzellen betrieben werden. Auch in der Industrie kann Wasserstoff eingesetzt werden, um den nötigen Bedarf gerade in energieintensiven Produktionszweigen zu decken, ohne auf fossile Energien setzen zu müssen.

„Hamburg baut im Hafen die weltweit größte Anlage für Wasserstoff-Elektrolyse mit einer Leistung von 100 Megawatt. Nach Angaben des Anlagenbauers Siemens würden ungefähr zwei Tonnen oder 22.000 Kubikmeter Wasserstoff pro Stunde produziert. Ein Auto könnte mit dieser Stundenproduktion 200.000 Kilometer weit fahren, ein Lkw etwa 25.000 Kilometer“, erläutert Anne Krischok und betont mit einem Blick in die Zukunft: „Wasserstoff wird in den nächsten Jahren fossile Energieträger in vielen Bereichen ersetzen und damit viele hunderttausend Tonnen CO 2 einsparen. Dies ist ein wichtiger Beitrag zum Klimaschutz. Das Beispiel in Hamburg sollte Vorbild sein für andere Industriestandorte, damit wir unsere Klimaziele erreichen.“

Hintergrundinformationen:

Am 7.11.2019 haben die Norddeutschen Bundesländer Hamburg, Bremen, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen und Schleswig-Holstein eine gemeisame Wasserstoffstrategie vorgelegt. Bis zum Jahr 2035 soll eine umwelt- und klimafreundliche Wasserstoffwirtschaft aufgebaut sein, die schon 2025 mindestens 500 Megawatt und bis 2030 mindestens fünf Gigawatt Elektrolyseleistung zur Erzeugung von umweltfreundlichem Wasserstoff zur Verfügung stellt.

Wasserstoff wird mit Hilfe von Strom aus Wasser produziert. Wenn der Strom aus erneuerbaren Energien kommt, spricht man von grünem Wasserstoff.