Anne Krischok (SPD): Was vor Ort alle wussten, ist nun auch im Hamburger Senat angekommen

Die Tempo-30-Zone am Sülldorfer Brooksweg wurde offiziell angelegt, um den Schwerlastverkehr auf die B 431 zu konzentrieren: In einer Anfrage der SPD-.Wahlkreisabgeordneten Anne Krischok kommt der Hamburger Senat nun zum Ergebnis, dass dieses Ziel nicht erreicht wurde. Wörtlich heißt es hierzu: „Der Nutzen dieser Maßnahme ist aus heutiger Sicht gering“.

Krischok zieht hieraus die Folgerung: „Eine 150 m lange 30-Zone für fünf Häuser macht an dieser Stelle daher keinen Sinn.“
Weitere Verkehrsberuhigungsmaßnahmen in Rissen werden auf absehbare Zeit nicht kommen. Die Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt hat den Vorschlag des Altonaer Bezirksamts nach Einrichtung einer Tempo-30-Zone am Tinsdaler Heideweg abgelehnt: In Rissen und Sülldorf wird hier nichts weiter passieren.
Und die Antwort auf die Frage, was die Behörden aktuell sonst noch an Verkehrsberuhigungsmaßnahmen planen, klingt nahezu putzig: „(Es) wurden durch entsprechende Veränderungen der Fahrbahnkanten partielle Fahrbahneinengungen auf eine Gesamtfahrbahnbreite von 3,50 m vorgeschlagen“. Für welche Straße diese Fahrbahneinengung vorgeschlagen wurde – keine Auskunft.
Nach der zuletzt am Dienstag, den 6. Oktober 2009 durchgeführten Verkehrserhebung befuhren den Sülldorfer Brooksweg im Abschnitt der Tempo-30-Zone südlich der Alten Sülldorfer Landstraße täglich rund 9.600 Kraftfahrzeuge. Der Schwerlastverkehr mit einem Gesamtgewicht über 2,8 Tonnen lag bei dieser Verkehrszählung t zulässiges Gesamtgewicht von 3,2% (310 Kfz). Der Senat urteilt hierzu: „Im Vergleich zu älteren Verkehrserhebungen sind insgesamt keine signifikanten Unterschiede feststellbar“. Also: Wenn die Gründe für die Errichtung der Tempo-30-Zone am Sülldorfer Brooksweg nicht weggefallen sind und die erhofften Ziele nicht erreicht worden sind – wozu soll diese Kurzstrecke so weiter Bestand haben?

Hier finden Sie die Pressemitteilung im PDF-Format./a>