Die SPD-Wahlkreisabgeordneten Anne Krischok und Frank Schmitt freuen sich: „Alle Schulformen profitieren im Wahlkreis Vier von den Planungen.“
Der Senator für Schule und Berufsbildung, Ties Rabe, hat vergangene Woche den Entwurf des neuen Schulentwicklungsplans (SEPL) für Hamburg vorgestellt. Danach sollen insgesamt 39 neue Schulen gebaut und rund ein Drittel der bestehenden Schulen ausgebaut werden. Die Gründe liegen im prognostizierten Schülerwachstum von 25 Prozent bis zum Schuljahr 2030.

Dazu Frank Schmitt, Bürgerschaftsabgeordneter für den Hamburger Westen und Vorsitzender des Ausschusses für Familie, Kinder und Jugend: „Hamburg ist ein beliebter Wohnort für junge Familien. Das belegt auch die aktuelle Prognose der Schülerzahlen. Neben einer guten Kita-Versorgung wollen wir auch für die Schülerinnen und Schüler in Hamburg für gute Schulen mit kleinen Klassen sorgen. Der Entwurf eines neuen Schulentwicklungsplans unterstreicht dieses Ziel eindrucksvoll und zeigt zugleich die damit verbundenen Herausforderungen auf.“

Mit dem Entwurf des neuen SEPL ist eine kraftvolle und nochmals intensivierte Fortschreibung in der Schulbauoffensive von SPD und Grünen verbunden. Insgesamt sollen hierfür über vier Milliarden Euro investiert werden. Seit 2011 wurden knapp drei Milliarden Euro in den Schulbau investiert. Damit konnten viele Schulen neu gebaut oder umfangreich saniert oder auch vergrößert werden. „Mit dieser kraftvollen und intensivierten Fortschreibung in der Schulbauoffensive von SPD und Grünen machen wir deutlich, dass gute Schulen ein Schwerpunkt unserer Regierungsarbeit sind. Der SEPL-Entwurf ist eine Bedarfs- und keine Bauplanung. Er wird jetzt intensiv diskutiert werden. Auch wir Abgeordnete werden diesen Prozess parlamentarisch begleiten“, so Anne Krischok, Abgeordnete für den Hamburger Westen und Mitglied im Stadtentwicklungsausschuss.

Auch für den Wahlkreis Vier erwartet die Schulbehörde eine Steigerung der jährlichen Einschulungen, bei Grundschulen mittel- bis langfristig zwischen zehn und 15 Prozent. Der zusätzliche Raumbedarf in den einzelnen Grundschulen hängt auch von der Größe und Verteilung der einzelnen Wohnungsbauvorhaben ab. Schon jetzt ist abzusehen, dass weiterführende Schulen für die Stadtteile Nienstedten, Blankenese, Iserbrook, Sülldorf und Rissen keine eigenen Raumreserven haben und somit Ausbauten notwendig werden.

„Für Lurup und den Osdorfer Born sind an den sechs Grundschulen insgesamt 25,5 Züge vorgesehen. Aufgrund der voraussichtlichen Einschulungen in diesem Bereich und Raumreserven an den einzelnen Schulen wird die Versorgung im derzeitigen Bestand gewährleistet“, erläutert Frank Schmitt die Planungen zu den Grundschulen in den Stadtteilen Lurup und Osdorf.

In Lurup sollen die Grundschule Franzosenkoppel und die Schule Langbargheide mit vier Zügen, die Fridtjof-Nansen-Schule mit den Standorten Fahrenort und Swattenweg mit insgesamt 6,5 Zügen geführt werden. Die Grundschule Luruper Hauptstraße soll am gemeinsamen Standort mit der Stadtteilschule Lurup als eigenständige zwei- bis dreizügige Grundschule geführt werden. Am Osdorfer Born soll die Schule Kroonhorst als drei- bis vierzügige und die Schule Barlsheide als bis zu fünfzügige Grundschule geführt werden. Die Grundschule Franzosenkoppel benötigt nach dem Auszug der Stadtteilschule Lurup dauerhaft Räume des angrenzenden Schulstandorts Veermoor.

„In den Stadtteilen Nienstedten, Blankenese, Iserbrook, Sülldorf und Rissen sind acht Grundschulen geplant, die insgesamt 27,5 Züge beherbergen werden. Aufgrund der voraussichtlichen Einschulungen in diesem Bereich wird die Versorgung im derzeitigen Bestand gewährleistet werden können“, fasst Anne Krischok die Situation für diese Stadtteile zusammen.

In Blankenese sind die Gorch-Fock-Schule mit fünf Zügen und die Elbkinder Grundschule mit drei Zügen vorgesehen. In Iserbrook werden die Schulen Iserbrook mit zwei Zügen und Schenefelder Landstraße mit drei Zügen geführt, genauso wie die Schule Lehmkuhlenweg in Sülldorf. Die beiden Rissener Grundschulen werden am Standort Marschweg mit drei Zügen und am Standort Iserbarg mit 5,5 Zügen geführt. Die Schule Schulkamp in Nienstedten wird aufgrund der eingeschränkten Zubaumöglichkeiten als dreizügige Grundschule eingerichtet. An den Grundschulen Iserbrook und Iserbarg besteht die Möglichkeit zur Erweiterung der Schulgebäude, wenn die Entwicklung dies erforderlich machen sollte.

Die beiden Bürgerschaftsabgeordneten Anne Krischok und Frank Schmitt stellen bei der Nachfrage von Gymnasium und Stadtteilschule gegenläufige Trends in den Stadtteilen ihres Wahlkreises fest: „Während sich zum Schuljahr 2017/2018 aus den beiden Stadtteilen Lurup und Osdorf 33 Prozent auf das Gymnasium und 67 Prozent auf die Stadtteilschule angemeldet haben, gibt es für die Anmeldungen für die Stadtteile Nienstedten, Blankenese, Iserbrook, Sülldorf und Rissen einen umgekehrten Trend. Hier entfielen zum Schuljahr 2017/2018 mehr als 70 Prozent auf das Gymnasium und knapp 30 Prozent auf die Stadtteilschule. Beiden gemeinsam ist, dass die unterschiedlichen Muster bei der Auswahl der Schultypen jeweils vom Hamburger Durchschnitt abweichen.“

Sowohl die Anmeldungen für die Stadtteilschule als auch für die Gymnasien erfolgen überwiegend an den regionalen Schulen. Zudem erhalten die regionalen Stadtteilschulen etwa 25 Prozent ihrer Anmeldungen aus Nachbarregionen.

Die Stadtteilschule Lurup und die Geschwister-Scholl-Stadtteilschule in Osdorf erhalten derzeit Neubauten. Danach werden die Stadtteilschule Lurup mit sechs Zügen und die Geschwister-Scholl-Stadtteilschule mit fünf Zügen geführt. Das Goethe-Gymnasium wird als vier- bis fünfzügiges Gymnasium geführt. Sollte die Anmeldesituation zukünftig regelhaft fünf Züge erforderlich machen, besteht die Möglichkeit der Erweiterung auf fünf volle Züge am Standort.

In den Stadtteilen Nienstedten, Blankenese, Iserbrook, Sülldorf und Rissen sollen zwei Stadtteilschulen insgesamt zehn Züge versorgen. Die Stadtteilschule Blankenese soll bis zu sechs Züge einrichten, die Stadtteilschule Rissen bis zu vier Züge. Hierfür sind an der Stadtteilschule Blankenese im Zusammenhang mit notwendigen Sanierungsarbeiten auch Um- und Zubaumaßnahmen notwendig. An der Stadtteilschule Rissen können in einzelnen Jahrgängen schon jetzt vier Klassen eingerichtet werden. Bei einer durchgängigen Vierzügigkeit wird ein Zubau nötig.

Des Weiteren sind für die Stadtteile Nienstedten, Blankenese, Iserbrook, Sülldorf und Rissen drei Gymnasien geplant, die insgesamt 15 Züge einrichten sollen. Das Gymnasium Blankenese wird als fünfzügiges Gymnasium geführt. Das Marion Dönhoff Gymnasium wird zur Sechszügigkeit ausgebaut. Für das Gymnasium Rissen wird mit bis zu vier Gymnasialzügen gerechnet. Ein möglicher Zubau müsste gemeinsam mit der Stadtteilschule Rissen geplant werden.

In den Stadtteilen Nienstedten, Blankenese, Iserbrook, Sülldorf und Rissen werden alle Schulformen angeboten. Ausgehend von den derzeitigen Geburtenraten und den bekannten Neubauvorhaben können mit den geplanten Erweiterungen alle Schülerinnen und Schüler der Region versorgt werden. „Abhängig von den Entwicklungen im westlichen Teil der Region ist auch die Erweiterung von Stadtteilschule und/oder Gymnasium Rissen zu erwägen“, sagt Anne Krischok.

Der SEPL-Entwurf soll nun in den zuständigen Gremien und Schulvertretungen unter Beteiligung der Lehrkräfte, Eltern, Schulleitungen sowie Schülerinnen und Schüler diskutiert werden. Nach einer umfassenden Beratungszeit bis zu den Herbstferien soll der Schulentwicklungsplan dann beschossen und verabschiedet werden.

Die beiden Bürgerschaftsabgeordneten für den Hamburger Westen sind mit dem vorgelegten Entwurf sehr zufrieden: „Uns ist wichtig, dass im Wahlkreis alle Schulformen mit einem ausreichenden Angebot bedarfsgerecht geplant werden und die Schülerinnen und Schüler ein bestmögliches Angebot an Schulen haben. Dazu zeigt der Schulentwicklungsplan die Perspektiven auf“, so Anne Krischok und Frank Schmitt abschließend.
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