Anne Krischok (SPD): Das ist dreist! Aber wenigstens ist das Ende in Sicht.

Hören Sie in Osdorf die Tunnelbahn oder spüren Sie die Vibrationen, welche vom fahrenden Zug ausgehen? Wenn ja, dann ist dies angeblich nicht möglich. Laut einer Senatsanfrage der SPD-Bürgerschaftsabgeordneten Anne Krischok bleibt DESY weiterhin bei seiner Darstellung, dass dies bei einer Bodenüberdeckung eines Tunnels in der Stärke von 12 bis 25 Metern wissenschaftlich nicht möglich sei. Daher lehnt die zuständige Planfeststellungsbehörde, das Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG), weitere geräuschmindernde Maßnahmen ab.

Enttäuschend ist für die SPD-Politikerin, dass besonders die nächtlichen Zugfahrten laut DESY nicht ausgesetzt werden könnten. Nach Senatsangaben führt DESY hierzu aus, dass aufgrund der weit fortgeschrittenen Arbeiten und der bereits abgeschlossenen Einsatzplanung von Arbeitskräften und Geräten eine zeitweise Stilllegung der Tunnelbahn zu einer überproportionalen Verlängerung der Bauarbeiten führen würden.
„Da bin ich sprachlos“ empört sich Anne Krischok: „Kann bei einem solchen Milliarden-Projekt nicht wenigstens zum Schluss die Nachtruhe eingehalten werden? Die Befürchtungen von DESY sind übertrieben – und natürlich wurden die Menschen auch nicht auf die über Monate andauernden Fahrten einer Tunnelbahn aufmerksam gemacht“.
Dabei wurde bereits im Jahre 2006 im Planfeststellungsbeschluss mehrfach hervorgehoben wird, dass der Lärm bei den Bau- und Tunnelarbeiten auf ein Mindestmaß beschränkt werden solle. Ein kleines positive Zeichen: Nach Senatsangaben wird es nach dem Rückbau der Tunnelarbeiten ab Mitte September keine Tunnelbahn mehr geben. Somit können all diejenigen, die noch an schlaflosen Nächten leiden – was nach DESY nicht vorkommt – wenigstens dann auf ruhige Nächte hoffen.

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