Seit Wochen gibt es Gerüchte, dass das Kundenzentrum Blankenese geschlossen werden soll. Nachdem der Senat auf eine Anfrage der SPD-Bürgerschaftsabgeordneten Anne Krischok die Pläne weder dementieren noch bestätigen wollte, hat die Altonaer Bezirksversammlung auf ihrer jüngsten Sitzung parteiübergreifend beschlossen, dass das Kundenzentrum Blankenese erhalten wird. Ein so eindeutiges Votum brachte auch den Bezirksamtsleiter Warme-Rose in Zugzwang. Er kündigte darauf an, dass er entsprechende Pläne nicht mehr umsetzen wird.

Anne Krischok und die SPD-Bezirksabgeordnete Astrid Juster freuen sich über dieses Ergebnis: „Damit sind die Schließungspläne vom Tisch. Die Bürgerinnen und Bürger im Altonaer Westen werden ihr Kundenzentrum behalten.“ Astrid Juster ergänzt: „Es kommt selten vor, dass alle Parteien in der Bezirksversammlung so einmütig eine Position vertreten. Hier konnte verhindert werden, dass eine geprüfte Schließung durchgeführt wird – und somit auch im Altonaer Westen die Bürgerinnen und Bürger ihr Kundenzentrum behalten“.

Bei aller Freude über das Ergebnis werden die beiden Abgeordneten weiter einen kritischen Blick darauf werfen, wie das Bezirksamt seine Einsparverpflichtungen umsetzen will. Eins ist klar: Die Sparvorgaben des Senats bestehen weiterhin. Anne Krischok erinnert in diesem Zusammenhang an die Schließung des Kundenzentrums am Osdorfer Born und hofft, dass der Bezirk jetzt nicht auch das entsprechende Angebot in Lurup streicht. Astrid Juster hofft, dass es dennoch bei der Jugendarbeit, Kulturförderung und im Bereich „Soziales und Gesundheit“ nicht zu härteren Einschnitten kommt.

Zum Hintergrund: Entsprechende Überlegungen hatten in der Bevölkerung im Hamburger Westen schon seit Wochen für Unruhe gesorgt: Es gab auch konkrete Prüfaufträge, obwohl dieses nach einer Anfrage der SPD-Bürgerschaftsabgeordneten Anne Krischok monatlich von ca. 4.000 Besuchern aufgesucht wird – und ist damit komplett ausgelastet. Auch gibt es für den Standort einen bis 2018 abgeschlossenen Mietvertrag, der jetzt nun doch nicht gekündigt wird. Hamburgs Bezirke müssen in den Jahren 2010-2013 fast 50 Millionen Euro einsparen. Davon ist auch der Bezirk Altona nicht ausgenommen. Während im Jahr 2010 über 1 Millionen Euro im Vergleich zu dem Vorjahr eingespart wird, verdoppelt sich diese Summe bis zum Jahr 2013 auf über 2 Millionen Euro.

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