Anne Krischok (SPD): Leider deutliche Steigerungen in Nienstedten – in anderen Stadtteilen bleibt die Lage insgesamt unverändert.

Nachdem der CDU-Senat vor den Hamburger Bürgerschaftswahlen nur einzelne Angaben aus der jährlichen Kriminalitätsstatistik veröffentlicht hat, ist nun eine detaillierte Statistik für alle Bezirke und Stadtteile veröffentlicht worden. Auch wenn nach Angaben von Polizei und Innenbehörde die Gesamtzahl der Straftaten im Jahr 2010 im Vergleich zu 2009 um 5% gesunken, sind die Zahlen im Hamburger Westen nach Recherche der SPD-Bürgerschaftsabgeordneten Anne Krischok bei den schweren Delikten (Gewaltkriminalität, Raub, Körperverletzung und Einbruch) durchwachsen.

Wie sieht die Lage im Einzelnen aus?

Einbrüche: Hier sind die Zahlen gemischt. Den stärksten Anstieg gibt es in Nienstedten mit einem Plus von 73,8% auf nun 37 Fälle. Auch in Rissen (+39%; auf 82), Blankenese (+18,5%, auf 32) und Iserbrook (+15,6%, auf 37) hat die Zahl der Einbrüche zugenommen. Dagegen sind diese in Sülldorf (-11,4%, auf 31) und Osdorf (14,3%, auf 72) deutlich gesunken. Anne Krischok verweist auf die Parallelität mit dem hamburgweiten Trend: „Hier gibt es leider keine Abweichung, wo die Polizei deutliche Steigerungen bei den Wohnungseinbrüchen – hauptsächlich durch organisierte Banden – registriert. Das wird die Politik auch weiterhin beschäftigen“.

Raub: Bis auf den Stadtteil Iserbrook (wo die Zahl um 200% – auf niedrigem Niveau –zunahm, nämlich von 4 auf 8 amtlich registrierte Raube) und Rissen (Zunahme um 33% auf 9 Delikte), sinken die Zahlen in allen anderen Stadtteilen im Hamburger Westen – in Blankenese um fast 80% auf nun 2(!) Fälle), in Sülldorf um 66% auf 1 Delikt, in Lurup um über 40% auf 16 und in Osdorf fast um 30% auf nun 53 Fälle. „Eine deutliche Verbesserung“ freut sich Anne Krischok über diese im Durchschnitt guten Zahlen.

Körperverletzung: Auch hier ist das Bild im Wahlkreis gemischt. Während diese in Nienstedten um 400% auf 5 amtlich registrierte Fälle zunahm und sowohl in Blankenese (Zunahme um 23,5% auf 21 Delikte) und Sülldorf (Zunahme um 6,7% auf 16 Fälle) Steigerungen unübersehbar sind, sinken die entsprechenden Zahlen deutlich in Rissen (-52,6% auf 9 Fälle), Iserbrook (-50% auf 8 Fälle), Osdorf (-48,3% auf 19 Fälle) und in Lurup um immerhin über 13% auf nun 86 Fälle im vergangenen Jahr.

Gewaltkriminalität: Leider stiegen auch hier in Nienstedten die Zahlen um 100% auf 12 registrierte Straftaten an: Allerdings konnten in allen anderen Stadtteilen zum Teil erhebliche Rückfänge beobachtet werden (Iserbrook um 45% auf 11, Osdorf um 42,4% auf 53, Rissen um 34,5% auf 19, Lurup um 19,4% auf 116, Sülldorf um 17,4% auf nun 19 und Blankenese um 12,5% auf nun noch 28). „Das gibt insgesamt Hoffnung, dass hier bei der Kriminalität eine Trendwende zum Besseren erreicht werden kann.“

Weiterhin bleibt es dabei: Jede Straftat ist eine zu viel. „Es ist ist für die Menschen wichtig zu wissen, dass die Kriminalität in Hamburg nicht dauernd steigt, sondern in ihren Stadtteilen zum Teil auch deutlich sinken kann.“

Hier finden Sie die Pressemitteilung im PDF-Format.