Anne Krischok (SPD): Solche Gigaliner brauchen wir nicht auf unseren Straßen. Sie schwächen den Umstieg auf den Schienenverkehr

Kommen bald „Lang-LKWs“ auf Hamburgs Straßen – und damit Fahrzeuge, die länger als 25 Meter und schwerer als 44 Tonnen sind? Der Bund plant einen entsprechenden Feldversuch dieser sogenannten Gigaliner. Christoph Ahlhaus hatte dies nach dem Bruch der Schwarz-Grünen Koalition in seiner Eigenschaft als Bürgermeister vor der Neuwahl noch genehmigt.

Die SPD-Bürgerschaftsabgeordnete Anne Krischok macht deutlich, dass die SPD diesen Versuch ablehnt: „LKW-Gespanne mit einem deutlich höheren Gesamtgewicht von bis zu 60 Tonnen würden die heute stark belastete Straßeninfrastruktur weiter belasten. Zudem ist abseits der Autobahnen oder der Bundesstraßen nicht denkbar, wie solche Mega-Trucks durch Hamburgs Straßen fahren sollten“. Als warnende Beispiele nennt sie bspw. die Elbchaussee und Isfeldstraße und den Halbmondweg, – aber auch Schwierigkeiten bei solchen Gigalinern, von der Elbgaustraße in die Luruper Hauptstraße oder von der Osdorfer Landstr. in die Schenefelder Landstr. abzubiegen.
Während Befürworter dieses Projekts darauf verweisen, dass Hamburg als wichtigster Logistikstandort als Start- und Zielpunkt zahlreicher Transportketten sich für solche Verkehre nahezu prädestiniert, hat die Hamburgische Bürgerschaft einen Antrag der SPD verabschiedet, der den Senat auffordert zu prüfen, ob Hamburg sich durch Ahlhaus rechtlich verbindlich festgelegt hat und bestehende Gestaltungsspielräume im Sinne der Stadtfreihaltung von solchen LKW-Verkehren aktiv zu nutzen. Denkbar wäre, dass diese Gigaliner nur über die Autobahnen in die Nachbarländer SchleswigHolstein und Niedersachsen, jedoch keine darüber hinausgehenden Straßen im Hamburger Stadtgebiet nutzen dürfen. Ob solche Prüfungen dann noch Sinn machen, wäre eine andere Frage.

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