Lärmschutzmaßnahmen beim S-Bahnhof Elbgaustraße? Nein. Weder sind welche geplant noch ist die Deutsche Bahn dazu mehr rechtlich verpflichtet. Dies sind die Ergebnisse einer Senatsanfrage auf eine parlamentarische Initiative der SPDBürgerschaftsabgeordneten Anne Krischok und Martina Koeppen, die beide Mitglied im Stadtentwicklungs- und Verkehrsausschuss der Hamburgischen Bürgerschaft sind. Anwohnerinnen und Anwohner haben sich sowohl über den Lärm der S-Bahn sowie der durchfahrenden Regionalzüge beschwert als auch den Eindruck, dass seit der letzten Schienenerneuerung auf dieser Strecke die Züge nun lauter wahrnehmbar sind.

Letzteres weisen Senat und die Deutsche Bahn AG derzeit von sich: Bei der Bahn liegen offiziell seit dem letzten Jahr drei Beschwerden vor, die jedoch nach Senatsangaben keine Aussicht auf Erfolg haben. Nachdem die Gleise im Bereich des S-Bahnhof Elbgaustraße im Jahr 2003 zuletzt erneuert wurden, konnten seinerzeit im Rahmen des freiwilligen Lärmsanierungsprogramm des Bundes passive Schallschutzmaßnahmen wie der Einbau von Schallschutzfenstern gefördert werden. Diese Maßnahmen wurden im Jahr 2007 abgeschlossen. „Leider ist die Gesetzeslage so, dass die Bahn nur beim Neubau oder bei wesentlichen Änderungen des Verkehrsweg Schallschutzmaßnahmen vornehmen muss“ bedauert Anne Krischok die aktuell unbefriedigende Situation.

Martina Koeppen weist darauf hin, dass unabhängig davon am Bahnhof selber nach der Wintersaison endlich lang ausstehende Malerarbeiten, eine Grundreinigung und die Entfernung von Graffitis anstehen: „Es ist für die Anwohnerinnen und Anwohner sowie für die Bahnkunden wichtig, dass nicht nur der Hauptbahnhof in Ordnung gehalten wird, sondern auch die Bahnhöfe vor Ort im guten Zustand sind“.

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