Anne Krischok (SPD): Statt 200 sind jetzt nur noch 20 Beamte dabei, die Feuerteufel zu fassen. Wann kommen die Polizisten in ihre Polizeikommissariate zurück?
Sind die Autobrände, welche Hamburg vergangenes Jahr im Atem hielten und für die in Lurup und Osdorf gar sogenannte Gefahrengebiete eingerichtet hatte, vergessen? Jüngst wurde bekannt, dass die entsprechende Polizeigruppe, welche diese Brandstiftungen aufklären sollte, von zwischenzeitlich 200 auf jetzt 20 Beamte reduziert wurde.

Dies verwundert auch die SPD-Wahlkreisabgeordnete Anne Krischok: „Innensenator Vahldieck hat noch in der letzten Woche die Präsenz-Reduzierung an den Hamburger Polizeikommissariaten damit begründet, dass die Beamten für die Ermittlungen der Brandstiftungen benötigt würden. Wenn diese nun reduziert wird: Wo bleiben nun unsre Polizeibeamten?“

Tatsache ist: Die Anzahl der Brandstiftungen hat sich in den vergangenen Jahre nicht verändert und die Täter sind bis heute noch nicht ermittelt. Nach Angaben der Polizei sind in den vergangenen beiden Jahren von der Polizei jeweils 145 Brandstiftungen an PKWs registriert worden. Im Bezirk Altona sind die Zahlen zwar von 30 im Jahre 2009 auf 26 im Jahr 2010 zurückgegangen – in Lurup und Osdorf haben sich die Zahlen jedoch verdoppelt. In Lurup von 3 auf 6, in Osdorf von 2 auf 4 und in Iserbrook von 0 auf 1. In Blankenese, Nienstedten, Rissen und Sülldorf wurden hingegen gar keine Brandanschläge registriert.

„Die Zahlen zeigen, dass wir auf den Straßen immer noch eine starke Polizeipräsenz brauchen. Zwar garantiert dies nicht, dass dies Brandstiftungen komplett verhindert: Doch es wäre ein wichtiges präventives Signal.“ Anne Krischok erinnert daran, dass die Innenbehörde in den vergangenen Jahren die Präsenz der Polizei auf den Straßen im Hamburger Westen um fast 20 Prozent reduziert hat. „Damit muss endlich Schluss sein“ ist ihre Forderung. „Die von den Straßen abgezogenen Beamten müssen nun wieder an die Polizeikommissariate zurückgegeben werden: Damit könnte der Rückgang von 8 Polizeibeamten im PK 26 in Osdorf wenigstens zum Teil kompensiert werden“.

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