Anne Krischok (SPD): Senat gibt erstmals Schäden zu

Hohes Grundwasser in Rissen und Sülldorf: Leider kein Einzelfall. Der Senat gibt auf eine Anfrage der SPD-Bürgerschaftsabgeordneten Anne Krischok nicht nur zu, dass hieraus resultierende Schäden auch in Curslack, Duvenstedt und Neuwiedenthal vorgekommen sind, sondern benennt für den Hamburger Westen einen potentiellen Verursacher: Das Wasserwerk Baursberg und die deutlich gesunkenen Wasserfördermengen.
Fakt ist: Während 1990 noch über 5 Millionen m³ Wasser gefördert wurde, waren dies im vergangenen Jahr nur noch 2,9 Millionen m³. Dies mit gestiegenen Niederschlägen und überlasteten Abflussgräben ist eine fatale Kombination. Anne Krischok zeigt sich zudem über die Senatsaussagen entsetzt, wo eingeräumt wird, dass steigende Grundwasserabsenkungen Bodensenkungen hervorrufen können, welche ggf. die Statik von einzelnen Häuser gefährden kann. Was bislang nur vermutet wurde, ist nun Gewissheit: Die Wasserfördermengen vom Baursberg sind in den vergangenen 20 Jahren kontinuierlich gesunken. In Rissen und Sülldorf fördert das Wasserwerk Baursberg aus 8 Flachbrunnen und 2 Tiefwasserbrunnen.
Nach Senatsaussagen ist das Grundwasserangebot durch die Versalzung der Böden beeinträchtigt – obwohl beispielsweise im Jahr 2007 der Jahresniederschlag der feuchteste seit Aufzeichnungsbeginn im Jahr 1891. Was kann helfen? Sicher eine Wartung des öffentlichen Sielnetz in den Stadtteilen Rissen und Sülldorf und eine Pflege und Entschlammung der Gräben. „Auch wenn sich hier leider falsche Haushaltskürzungen des Senats schmerzlich bemerkbar machen, haben die Mitarbeiter in den Bezirksämtern dieses Thema im Blick“ weiß Frau Krischok.
Der Senat gibt an, dass die Behörden interessierten Bürgerinnen und Bürgern zu diesem Thema ausführliche Beratungsgespräche anbieten (wollen): Hier erwartet die SPDPolitikerin auch entsprechende Angebote für interessierten Bürgerinnen und Bürger aus Rissen und Sülldorf. „Und wenn dieses Angebot sie noch nicht erreicht hat, dann melden Sie sich bitte in meinem Abgeordnetenbüro unter der Rufnummer 83 01 84 00 – und wir fragen für Sie nach“ bietet Anne Krischok allen Interessierten an.

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