SPD-Bürgerschaftsabgeordnete Anne Krischok: „Klimaschutz endet nicht vor den Toren Hamburgs. Durch internationale Zusammenarbeit können wir dem Klimawandel effizient entgegenarbeiten.“ Hamburg hat Ende Mai in Tokio zusammen mit 29 anderen Städten der Welt auf der „Urban 20 Mayors Summit“ eine gemeinsame Erklärung abgegeben. In ihrer Abschlusserklärung wollen sie einen besseren Klimaschutz, u.a. eine Treibhausgasneutralität bis 2050 und eine Dekarbonisierung der Energieversorgung. „Es ist gut, dass sich Hamburg auch weltweit für einen besseren Klimaschutz einsetzt. In Hamburg haben wir gerade mit der Vorlage eines Gesetzentwurfs zum Kohleausstieg gezeigt, dass es uns mit dem Kohleausstieg ernst ist. Das bundesweite Ziel – Kohleausstieg bis 2038 – ist uns nicht schnell genug. Für Hamburg wollen wir das bereits bis 2030 erreichen, und spätestens 2025 prüfen, ob wir es noch schneller schaffen können“, sagt die Umweltpolitikerin Anne Krischok. „Ich würde mich freuen, wenn es in Deutschland Nachahmer für unser Hamburger Modell geben würde. Aber auch im internationalen Vergleich Hamburg steht gut da.“ Hamburg hat sich kürzlich mit der Volksinitiative „Tschüss Kohle“ geeinigt und erhält als erstes Bundesland ein gesetzlich verpflichtendes Datum für den Kohleausstieg in der Wärmeversorgung. Mit dem Hamburgischen Kohleausstiegsgesetz verpflichtet sich Hamburg zum Schutz des Klimas und zur Unterstützung der Pariser Klimaziele. Für den Hamburger Westen hält es Anne Krischok in diesem Zusammenhang für bedeutsam, dass ab 2025 CO2 erheblich eingespart werden soll. Damit würde mit dem Kohlekraftwerk Wedel eine Wärmequelle abgestellt werden. „Der neue Fernwärme-Mix in Hamburg ist deutschlandweit einzigartig“, sagt Anne Krischok. Hintergrund: Der „Urban 20 Mayors Summit“ ist eine Veranstaltung, bei der führende Persönlichkeiten der wichtigsten Städte der Welt zusammenkommen. Die Urban 20 arbeiten täglich an den Lösungen für ein zukunftsfähiges Miteinander und wollen mit ihren Stimmen beim G20 Gipfel in Japan gehört werden. Auf der Konferenz der Urban 20 Initiative, die am 21. und 22. Mai 2019 in Tokio, Japan, stattfand, trafen sich Vertreterinnen und Vertreter aus Großstädten mit insgesamt 126 Millionen Einwohnern, darunter neben Hamburg die Städte Amsterdam, Berlin, Brüssel, Buenos Aires, Chicago, Christchurch, Durban, Helsinki, Houston, Jakarta, Johannesburg, London, Los Angeles, Madrid, Mexico City, Milan, Montreal, New York, Osaka City, Paris, Port Vila, Rio de Janeiro, Rom, Rotterdam, Sao Paulo, Seoul, Sydney, Tokio und Tshwane. Die Urban 20 haben ihre gemeinsame Erklärung dem japanischen Premierminister Shinzo Abe als Gastgeber des nächsten G20 Gipfels (vom 28. bis 29. Juni 2019 in Osaka) überreicht. Die Städte sprechen sich u.a. für gemeinsame Maßnahmen auf dem Gebiet des Klimaschutzes und der Förderung erneuerbarer Energien, des Wohnungsbaus, der Abschaffung des Lohngefälles zwischen Männern und Frauen, der Integration von Einwanderern sowie einer nachhaltigen Infrastruktur aus. Hier finden Sie die Pressemitteilung im PDF-Format