Anne Krischok (SPD): Einsparungen der Polizei machen sich bemerkbar und können nicht durch „Optimierung“ und „Verschlankung“ kaschiert werden

Das in den vergangenen Jahren die Polizeipräsenz im Bereich des Polizeikommissariats 26, welches den Hamburger Westen betreut, deutlich zurück gegangen ist, steht außer Frage. Eine Anfrage der SPD-Wahlkreisabgeordneten Anne Krischok ergab, dass die Polizei aufgrund der vom Senat angeordneten Personalkürzung die Bestreifung der SBahnhöfe Blankenese, Elbgaustraße, Hochkamp, Iserbrook Rissen und Sülldorf deutlich zurückgeführt hat und auch nur noch sporadisch den Kontakt zu Jugendgruppen oder sog. „Randständigen“ (Obdachlose, Suchtkranke etc.) hält.
„Aus Sicht der Polizei verständlich, aber aus Sicht der Bürger natürlich sehr ärgerlich“ kommentiert Anne Krischok die Bemühungen der Polizei, mit dem schrumpfenden Personal die Polizeiarbeit so gut wie möglich auszufüllen.

Weitere Belastungen kamen durch Großereignisse, zu denen auch Polizisten des PK 26 eingesetzt wurden: Neben dem Hafengeburtstag sowie dem Finale der Europa League (Atletico de Madrid – Fulham FC im Mai letzten Jahres) gehörten hierzu auch Einsätze zum Schanzenviertelfest und der Schutz der Innenministerkonferenz im Hamburger Rathaus: Hierzu wurden immerhin 13 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter abgestellt, die vor Ort gefehlt haben. Derzeit sind im Bereich des PK 26, welches die Stadtteile Osdorf, das südliche Lurup, Blankenese, Iserbrook, Nienstedten, Rissen und Sülldorf betreut, zehn Beamte als Beamte im Fußstreifendienstes eingesetzt.
Ist Besserung in Sicht? „Nur dann, wenn wir nach der Bürgerschaftswahl wieder eine handlungsfähige Regierung bekommen, die sich auch für die Polizeikommissariate vor Ort interessiert“ ist sich die SPD-Politikerin sicher. „Die Polizei tut schon ihr möglichstes: Jetzt ist der Senat gefragt – der im Moment keine Mehrheit hat und nur die laufende Verwaltungsaufgaben abarbeitet“.

Hier finden Sie die Pressemitteilung im PDF-Format.