Pilotprojekt „Hilfe zur Selbsthilfe“ für Flüchtlinge auf den Weg gebracht Die Frage der Unterbringung sowie der Integration von Flüchtlingen stellt die Freie und Hansestadt Hamburg gleichermaßen vor große Herausforderungen. Mit einem neuen Ansatz wollen die Regierungsfraktionen von SPD und Grünen beide Aspekte – Unterbringung und Integration – voranbringen. In ihrem gemeinsamen Antrag (Drucksache 21/331 siehe Anlage), der diese Woche in die Bürgerschaft eingebracht wurde, erklären die Fraktionen, dass im Rahmen des Programms Flüchtlingsunterkünfte mit der Perspektive Wohnen (Drucksache 21/1838) bis Jahresende noch Wohnungen für circa 20.000 Menschen geschaffen werden sollen. Gleichzeitig brächten viele Flüchtlinge berufliche Erfahrungen und Kenntnisse in diesem Bereich mit. Dieses will die rot-grüne Regierungskoalition nutzen und unter dem Motto Hilfe zur Selbsthilfe ein Pilotprojekt starten. Gemeinsam mit einem Kooperationspartner sollen Flüchtlinge die Möglichkeit bekommen Selbstausbau /Modulbau-Wohnprojekte zu realisieren.

Anne Krischok, Stadtentwicklungspolitikerin der SPD-Bürgerschaftsfraktion, ist von diesem Projekt begeistert. „Mit dem Antrag Hilfe zur Selbsthilfe bei der Errichtung von Wohnraum wollen wir Flüchtlingen die Möglichkeit geben, sich aktiv zu betätigen“, so die SPD-Politikerin aus dem Wahlkreis 4. „Es geht uns darum, gemeinschaftliche Arbeit zu fördern. Flüchtlinge sollen vorhandene Qualifikationen einbringen und erste Kontakte zu Betrieben, hinsichtlich Ausbildung und Beschäftigung, knüpfen. Das Konzept leistet so einen weiteren Beitrag zur Integration.“

Frank Schmitt, ebenfalls Wahlkreisabgeordneter für den Hamburger Westen, ergänzt: „Die meisten Flüchtlinge, die zu uns kommen, wünschen sich möglichst zügig hier eine Arbeit aufnehmen zu können, am liebsten in ihrem bisherigen Beruf. Deshalb dürfen wir sie nicht zur Untätigkeit verdammen. Mit diesem Projekt geben wir Flüchtlingen mit beruflichen Erfahrungen im Wohnungsbau – seien es Maurer, Fliesenleger oder Architekten – die Möglichkeit, sich einzubringen und ihre Berufe wieder auszuüben. Dies bietet ihnen gleichzeitig die Chance, sich fachlich zu qualifizieren und ihre Deutschkenntnisse zu verbessern. Wir wollen den Menschen Angebote machen, um sie zügig in unsere Gesellschaft einzugliedern und nicht Fehler der Vergangenheit durch mangelnde Einbindung wiederholen.“

Für Rückfragen
Jörg Zimmermann
Büroleiter / pers. Referent
Abgeordnetenbüro Anne Krischok
Dockenhudener Straße 19
22587 Hamburg
040 – 83 01 84 00
eMail: info@anne-krischok.de

Bianca Kappelhoff
Persönliche Referentin von Frank Schmitt,
MdHB
SPD-Abgeordnetenbüro Frank Schmitt
Luruper Hauptstraße 274, 22547 Hamburg
Tel: 040 / 87 600 466, Fax: 040 / 87 600 467
E-Mail: abgeordnetenbuero@frank-schmitt.info

Gemeinsame Pressemitteilung von Anne Krischok und Frank Schmitt (SPD) vom 06.03.2016 Antrag Drucksache 21 3311

Antrag Drucksache 21 3311