Anne Krischok und Frank Schmitt (SPD): Ausbau des Fahrradleihsystems darf nicht zu Lasten des ÖPNV gehen
Unstrittig ist, dass der Ausbau des öffentlichen Fahrradleihsystems wünschenswert wäre, damit dieses zukünftig über das Altonaer Kerngebiet auch Lurup, Osdorf sowie Iserbrook und die Elbvororte umfasst. Über die Schnelle und über den Mitteleinsatz kam es in der Hamburgischen Bürgerschaft zum Streit. Während die Opposition einen Ausbau zu Lasten der Investitionen im ÖPNV fordert, fordert die SPD eine verstärkte Zusammenarbeit mit Wohnungsbaugesellschaften und anderen Unternehmen, um neue Investitionen hierfür zu generieren.
Anne Krischok, SPD-Bürgerschaftsabgeordnete für den Hamburger Westen, verdeutlicht das Ziel der Regierungsfraktion: „Wir wollen aus Haushaltsmittelresten und dem Engagement von Dritten ein Mehr für alle potentiellen Nutzer erreichen. Dies einfach zu Lasten der Busbeschleunigung oder der Instandsetzung der Busverkehrslinien zu tun, halten wir für falsch. Unter „Ordentlichem Regieren“ verstehe ich und vermutlich auch die Hamburgerinnen und Hamburger was anderes.“
Ihr Fraktionskollege Frank Schmitt, ebenfalls direkt gewählter Wahlkreisabgeordnete für den Hamburger Westen ergänzt: „Jüngst ist StadtRad eine Kooperation mit der Hamburg Tourismus GmbH und DB Rent zur Verbesserung der Nutzungsmöglichkeiten von StadtRAD durch Touristen eingegangen. Dies wäre auch für Wohnungsbaugesellschaften denkbar, die für Ihre Mieter so einen zusätzlichen Service zur Erledigung von Besorgungen im unmittelbaren Umfeld schaffen können.“
Zu den Fakten: StadtRad, Hamburgs öffentliches Fahrradleihsystem ist mit 220.000 registrierten Nutzern inzwischen eines der erfolgreichsten Fahrradverleihsysteme Deutschlands. Es stellt derzeit an 129 Stationen 1.650 Leihräder zur Verfügung. Die Hamburgische Bürgerschaft hatte bei ihrer jüngsten Sitzung auf Initiative der SPDBürgerschaftsfraktion den Senat aufgefordert zu prüfen, ob im Rahmen von Kooperationen mit Dritten in den kommenden Jahren weitere StadtRAD-Stationen finanziert werden können. Ferner soll er darstellen, wie eine Ausweitung des StadtRAD-Leihsystems auf weitere Stadtteile und Bezirke im Rahmen einer notwendigen Neuausschreibung durchgeführt werden kann. Er soll auch den Finanzierungsrahmen hierfür aufzeigen. Unnötig ist es zu betonen, dass Frank Schmitt und Anne Krischok als Wahlkreisabgeordnete für den Hamburger Westen ihren Fokus auf mehr Angebote für die Stadtteile ihres Wahlkreises mit den Stadtteilen Blankenese, Iserbrook, Lurup, Nienstedten, Osdorf, Rissen und Sülldorf richten.
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