Anne Krischok (SPD): Hamburgs Beitrag muss das Beharren auf der Stilllegung von Brunsbüttel und Krümmel sein

Die Erdbeben in Japan und der drohende GAU bei mehreren Atomkraftwerken hat die Debatte um den Atomausstieg in Deutschland wieder neu entfacht. Nachdem die Schwarz-Gelbe Bundesregierung ein dreimonatiges Moratorium beschlossen hat, werden alle sieben bis Ende 1980 in Betrieb genommenen deutschen Atomkraftwerke vorübergehend vom Netz genommen. Die vorübergehende Abschaltung betrifft neben AKWs in Baden-Württemberg, Bayern, Hessen und Niedersachsen das ohnehin stillstehende AKW Brunsbüttel. Zudem bleibt das 1983 ans Netz gegangene und nach Pannen abgeschaltete AKW Krümmel in Schleswig-Holstein vom Netz getrennt.

Die Altonaer SPD-Umweltpolitikerin bekräftigt die Forderung der SPD, die erneute Überprüfung der Sicherheit der deutschen Atomkraftwerke dazu zu nutzen, den Atomausstieg früher als von der Bundesregierung geplant zu realisieren. „Sicher können wir in Hamburg nicht die Welt verändern: Aber Hamburgs Politik kann seinen Beitrag dazu leisten, in dem wir darauf dringen, dass die vorübergehend abgeschalteten Atomkraftwerke in Brunsbüttel und Krümmel dauerhaft vom Netz genommen werden“ ist sich Anne Krischok sicher. Dies ist noch eine offene Frage: „Beide AKWs gehören zu den deutschen Schrottreaktoren schlechthin. Wir Sozialdemokraten haben dies in der letzten Legislaturperiode bereits zweimal in der Hamburgischen Bürgerschaft gefordert: Bislang sind beide Anträge von der CDU/GAL-Mehrheit abgelehnt worden“.

Auch wenn es noch nur Theorie ist: Bei einem Unfall in den beiden besagten Atomkraftwerken könnte bei einem Austritt von Radioaktivität Hamburg betroffen sein. „Theoretisch gibt es auch Evakuierungsszenarien, die bislang niemand für real hielt. Seit den Geschehnissen in Japan müssen wir hier neu und ernsthaft uns diesen Fragen stellen“ fordert die SPD-Wahlkreisabgeordnete für den Hamburger Westen.

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