SPD: Jetzt muss die Energieversorgung der öffentlichen Beleuchtung auf erneuerbare Energien umgestellt werden

Hamburgs Straßenbeleuchtung wird immer moderner und verbraucht weniger Energie. Wie eine Kleine Anfrage der beiden SPD-Bürgerschaftsabgeordneten Anne Krischok und Ole Thorben Buschhüter ergab, sind zu Jahresbeginn alle Quecksilberdampflampen ausgetauscht worden. Bereits ein Viertel der Signalleuchten der 1.749 Ampelanlagen Hamburgs wurden mit energiesparender LED-Technik ausgestattet. Außerdem werden u.a. Leuchtverkehrszeichen durch reflektierende Blechschilder ersetzt. Unterm Strich sank der Energiebedarf seit 2005 so um 2,5 Millionen Kilowattstunden jährlich.
Die Betriebskostenpauschale, die die Stadt an Vattenfall für die Energielieferung sowie Wartung, Entstörung und Instandhaltung bezahlt, wurde entsprechend reduziert. Buschhüter begrüßt diese Sparmaßnahme: „In Zeiten knapper Kassen ist es erfreulich, wenn Geld gespart werden kann, ohne dass die Leistung darunter leidet. Weil aber noch rund 75% der Ampeln mit energieintensiven Signalleuchten betrieben werden, besteht hier weiterhin erhebliches Einsparpotenzial.“
Anne Krischok fordert, dass noch ehrgeizigere Ziele verwirklicht werden könnten: „Der Energiebedarf der Ampeln und Leuchten sollte von Hamburg als „Europäischer Umwelthauptstadt“ zukünftig aus erneuerbaren Energien gedeckt werden – und nicht wie bisher weit überwiegend aus Kohle- und Atomstrom“. Die Chance hierfür besteht, wenn Ende 2012 der Betriebsführungsvertrag mit Vattenfall ausläuft. Erst kürzlich hat die Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt ein „Gutachten zur Öffentlichen Beleuchtung und Lichtsignalanlagen – Überprüfung der Aufgabenwahrnehmung“ in Auftrag gegeben. Ziel der Untersuchung sei dabei unter anderem die Entwicklung der wirtschaftlichsten Organisationsform.
Beide SPD-Umweltpolitiker beobachten die Maßnahmen, die der Hamburger Senat mit seinem Klimaschutzprogramm verwirklichen will. „Es fließt zu viel Geld in Presse- und Öffentlichkeitsarbeit. Insofern freut es uns, dass auch konkrete Umweltschutzprojekte verwirklicht werden – auch wenn diese nicht für alle Bürgerinnen und Bürger gleich erkennbar sind“. Aber auch dies ist konkreter Umweltschutz – und das braucht Hamburg mehr als teure Hochglanzbroschüren der Umweltbehörde zur „Umwelthauptstadt 2011“

Hier finden Sie die Pressemitteilung im PDF-Format.