Anne Krischok: „Eine sinnvolle Entscheidung, die die nächsten Schritte erleichtern wird.“

Die Behörde für Umwelt und Energie (BUE) hat sich mit Vattenfall über eine Einsicht in die technischen Daten des Fernwärmenetzes geeinigt. Die ausgewerteten Daten sollen eine Entscheidungshilfe für den Ersatz des Kohlekraftwerks in Wedel sein. Hier sind derzeit noch unterschiedliche Varianten in der Prüfung. Die Bürgerschaftsfraktionen von SPD und Grünen begrüßen die erzielte Einigung.

Dazu die Umweltpolitikerin Anne Krischok: „Um eine tragfähige Investitionsentscheidung für den Ersatz des über 40 Jahre alten Kohlekraftwerkes in Wedel treffen zu können, muss die Entscheidungsgrundlage klar sein. Darum ist es gut, dass die Daten jetzt der Behörde zur Verfügung gestellt werden. Zusammen mit dem ebenfalls vorliegenden Gutachten zum Kraftwerk in Wedel können damit die Alternativen für die Nachfolge des abgängigen Kohlekraftwerks umfassend bewertet werden. Unser Ziel ist weiterhin, zügig eine ebenso klimafreundliche wie wirtschaftlich vernünftige Folgelösung für das KKW Wedel zu finden. Nach Auffassung der Gutachter von BET könnte das mit einem modernen Gas- und Dampf-Kraftwerk in Wedel erreicht werden. Aber auch andere Lösungen unter Einbindung industrieller Abwärme und Erneuerbarer Energien halten die Gutachter für möglich. Entscheidend für die Machbarkeit, Wirtschaftlichkeit und Größe eines Investitionsvorhabens wird zudem sein, welche Rahmenbedingungen sich für die Investition infolge einer Reihe von Gesetzesänderungen im Energiebereich auf Bundesebene ergeben werden.“ Die monatelangen Verhandlungen mit dem Vattenfall Konzern haben zum Erfolg geführt. Die Dateneinsicht hilft Hamburg wirklich weiter. Auf Basis der technischen Informationen kann die Stadt entscheiden, wie das Fernwärmenetz angepasst werden muss. Das Ziel ist es, künftig mehr Wärme aus erneuerbaren Quellen dezentral einspeisen zu können. Das wird uns helfen, den Ersatz für das alte Kohlekraftwerk in Wedel nicht überdimensioniert zu bauen. Dort sollte im Normalbetrieb nur die im Netz wirklich benötigte Wärme produziert werden.

Gleichzeitig muss diese Anlage auch in der Lage sein, beim Ausfall einer anderen Anlage kurzfristig einzuspringen. Hintergrund: Die BUE hat 2014 das Beratungsunternehmen BET (Büro für Energiewirtschaft und technisch Planung GmbH) mit der Untersuchung von Handlungsalternativen zum Bau eines GuD-Kraftwerks am Standort Wedel beauftragt. BET hat im Zeitraum von gut einem Jahr Interviews und Workshops mit Vertreterinnen und Vertretern der Bürgerschaftsfraktionen, der Volksinitiative „Unser Hamburg – Unser Netz“, den Unternehmen Vattenfall und E.ON sowie der Handelskammer und des Bundes der Steuerzahler durchgeführt. Daraus wurde eine Expertise zur Hamburger Fernwärmeversorgung entwickelt, die Handlungsalternativen für das Kohlekraftwerk in Wedel skizziert. Das Gutachten ist auf der Webseite der BUE einsehbar: www.hamburg.de/4616726.

Pressemitteilung von Anne Krischok (SPD) vom 16.10.2015

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