Anne Krischok, SPD: „Gerüchte erweisen sich nicht immer wahr, denn kleine Flüchtlingsunterkünfte schon heute in der Mehrheit.“

Die öffentliche Debatte in der Flüchtlingsunterbringung konzentriert sich derzeit stark auf die geplanten größeren Wohnunterkünfte. Wie jetzt die Antwort auf eine Schriftliche Kleine Anfrage von SPD und Grünen zeigt, sind schon heute mehr als die Hälfte aller Unterkünfte auf maximal 250 Plätze begrenzt, nämlich 74 von 125 Unterkünften. Im Bereich der Folgeunterbringung sind sogar mehr als 70 Prozent der Unterkünfte (68 von 92) auf unter 250 Personen ausgelegt.
Die Anfrage zeigt aber andererseits auch sehr deutlich, dass der für dieses Jahr prognostizierte Unterbringungsbedarf nur mit Standorten realisiert werden kann, die über mehr als 250 Plätze verfügen.

„Niemand ist glücklich über die Situation“, so die Stadtentwicklungspolitikerin der SPD Anne Krischok. „Aber diese Anfrage zeigt deutlich, dass die Argumente derjenigen, die derzeit nur von Großunterkünften sprechen, aus der Luft gegriffen sind.“

Noch nicht in der Senatsantwort berücksichtigt ist die jetzt gefundene Regelung zur geplanten Unterkunft in Rissen. Hier sollen nun statt der zunächst geplanten 800 nur noch 400 Wohnungen am Standort Suurheid errichtet werden. Zusätzlich sollen hier 200 Wohnungen für Nichtflüchtlinge errichtet werden. „Das Internationale Quartier, wie es von der Bezirksversammlung Altona geplant ist, hat die Chance zur gelebten Integration“, so Krischok weiter. Die übrigen 400 Wohnungen sollen auf verschiedene andere Standorte im Bezirk Altona verteilt werden. Einen entsprechenden Antrag aus der Bezirksversammlung Altona wird RotGrün auf Landesebene umsetzen.

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Pressemitteilung von Anne Krischok (SPD) vom 12.02.2016