Verspielter GAL-Antrag hilft uns wirklich nicht weiter!

Während die GAL in der Hamburgischen Bürgerschaft ein vom Senat (zentrales und von oben) vorgegebenes Programm von Quartierzentren in allen Stadtteilen verlangt, setzt die SPD-Fraktion darauf, die vorhandenen Zentren im Rahmen der sozialen Stadtteilentwicklung zu stärken und – bei lokalem Engagement – weitere zu entwickeln.
SPD-Stadtentwicklungspolitikerin Anne Krischok in der heutigen Debatte der Hamburgischen Bürgerschaft:„Die GAL verlangt jetzt 5 neue Quartierzentren – und bis 2030 hamburgweit in jedem Stadtteil eines! Bis auf Mitte Altona und HafenCity ist es Ihnen scheinbar egal, wo genau diese sein sollen und wie sie finanziert werden sollen“. Krischok vermutet, dass es den Grünen vornehmlich um politischen Populismus gehe: „Sucht der Senat aus Sicht der GAL vermeintlich falsche Orte aus, würden Sie das kritisieren, ohne in die Verantwortung genommen zu werden – weil Sie ja bewusst auf eigene Vorschläge verzichtet haben“, so die Abgeordnete.
Sehr kritisch sieht Krischok vor allem die Forderung nach einem Quartierzentrum aus Mitteln der sozialen Stadtteilförderung in der HafenCity: „Warum sollen diese Mittel auch noch in die HafenCity gelenkt werden? Ich wäre gespannt, wie die GAL das den Menschen am Osdorfer Born, in Dulsberg, Steilshoop oder Wilhelmsburg erklären würde.“ Ein weiterer Kritikpunkt ist die vage Forderung nach einer „auskömmlichen Finanzierung aller Quartierszentren“: „Dieser Punkt ist so allgemein, dass er nichts aussagt. Wahrscheinlich deshalb hatte die GAL ihn bei den jüngsten Haushaltsberatungen auch gar nicht präsentiert“ erinnert Anne Krischok und bilanziert: „Dazu der Wunsch nach einem hamburgweiten Konzept für Quartierzentren ohne lokale Begebenheiten zu berücksichtigten – da machen wir schlichtweg nicht mit“.

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