Anne Krischok (SPD): Schwarz-Grün kümmert sich nicht um den Naturschutz in der Feldmark ernst nehmen

So gut wie keine Maßnahme zum Ausgleich der Natureingriffe durch das XFELProjekt in der Feldmark wurde begonnen! Das ist die zentrale Aussage der Senatsantwort auf eine Anfrage der SPD-Wahlkreisabgeordneten Anne Krischok zum Stand der Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen für das XFEL-Vorhaben: Bis auf die Renaturierung entlang der Düpenau stehen die anderen Flächen nicht zur Verfügung. „Dies ist unverständlich. Ist etwa der Planfeststellungsbeschluss fehlerhaft?
Diese Fragen hätten spätestens bis zur Genehmigung geklärt werden müssen“ wundert sich Anne Krischok.
Der Senat begründet dies damit, dass sich „Änderungen hinsichtlich der Verfügbarkeit der für die Maßnahmen benötigten Flächen und hinsichtlich der Umsetzung des Eingriffsvorhabens ergeben haben“. Daher werden die bisherigen Planungen überarbeitet – was nicht wenig ist: Im Bereich der Betriebsgelände und der temporären Baustellenflächen sowie am Standort des XFEL-Betriebsgeländes Osdorf (südlich Feldweg 55) sollten Rasenflächen sowie naturnahe Grünflächen angelegt und wirtschaftliches Grünland angelegt werden sowie der Wald weiterentwickelt, Einzelbäume gepflanzt und Rückhaltegewässern, Versickerungsflächen und Gräben angelegt werden.
Die SPD-Umweltpolitikerin erinnert daran, dass erst im Zuge des Planfeststellungsverfahrens deutlich wurde, mit welchen enormen Belastungen die Bevölkerung in Osdorf, Groß-Flottbek und Schenefeld durch die Baumaßnahmen zu rechnen hat und wie hoch die tatsächlichen Eingriffe in das Landschaftsschutzgebiete sind. „Daher erwartet die SPD, dass die naturschutzgebotenen Ausgleichsmaßnahmen auch durchgeführt werden – und dies sich hoffentlich nur vorübergehend verzögert“. Die SPD-Politikerin will nun mit einer weiteren Anfrage in Erfahrung bringen, welche Behörden für die Kontrollen der Ausgleichsmaßnahmen überhaupt verantwortlich sind sowie aus welchen Gründen die bisherige Planung überarbeitet wird.

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