Anne Krischok (SPD): Zuerst Erdabsenkungen in Lurup und Osdorf, dann Lärm durch Tunnelarbeiten und nun fehlende Ausgleichsmaßnahmen. Die Pannenserie bei DESY reißt nicht ab!

Während die Bauarbeiten für das XFEL-Projekt von DESY vorangehen und die Tunnelarbeiten bald beendet sein werden, fragen sich nicht nur der NABU, Umweltschützer und die Menschen vor Ort, wann endlich die Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen zur Landschaftspflege und dem Naturschutz begonnen werden: Auch die SPDBürgerschaftsabgeordneten Anne Krischok, die Vorsitzende im Umweltausschuss der Hamburgischen Bürgerschaft ist, will mithilfe einer Senatsanfrage klären, wann die entsprechenden Maßnahmen nun endlich kommen werden.
„In der Vergangenheit hat DESY ausgeführt, dass viele der Arbeiten erst nach dem Bauvorhaben durchgeführt werden sollen: Das ist schon abenteuerlich, denn so bleibt der Verdacht, dass nach Beendigung der Arbeiten diese langsamer angegangen werden und hier auch längst geplante bezirkliche Maßnahmen dazu gezählt werden. Das war natürlich nicht der Sinn“ betont die SPD-Umweltpolitikerin.
Zum Hintergrund: Der Planfeststellungsbeschluss für den Bau und Betrieb des Röntgenlasers XFEL aus dem Jahr 2006 legt als zentrales Maßnahmenpaket der Kompensation für das Bauvorhaben im Landschaftsschutzgebiet Osdorfer Feldmark vielfältige Maßnahmen fest.
Dazu zählt u.a. die Renaturierung der Düpenau und der an das Gewässer angrenzenden Flächen fest, die Wiederherstellung naturnaher Gehölze, Kleingewässern sowie extensiv gepflegter Rasenflächen, die Anlage von naturnahen Grünflächen und Sichtschutzpflanzen sowie die Wiederherstellung von wertvollen Uferbereichen der Düpenau. DESY sollte die Umsetzung in einer Ausführungsplanung konkretisieren: Diese liegt nach Angaben von örtlichen Naturschutzverbänden jedoch nach über 4 Jahren immer noch nicht vor – obwohl diese bis spätestens ein Jahr nach Rechtskraft bzw. bis vor Beginn der Arbeiten beim XFEL-Projekt hätten vorliegen müssen.

Hier finden Sie die Pressemitteilung im PDF-Format.