Anne Krischok (SPD): „Eine klimagerechte, wirtschaftlich sinnvolle und sozial verträgliche Wärmeversorgung bleibt das Ziel.“

Der Aufsichtsrat der Wärmegesellschaft hat sich darauf verständigt, in diesem Jahr keine Entscheidung zum Bau eines neuen innovativen Gas- und Dampf-Kraftwerks in Wedel zu treffen. Die Entscheidung zur Zukunft der Fernwärme in Hamburg und zur Nachfolge für das Kraftwerk in Wedel fällt im Jahr 2016. Nun werden sämtliche Alternativen entscheidungsreif bewertet, um einen Fahrplan für eine künftige Fernwärmeversorgung in Hamburg zu erarbeiten.

Die Umweltpolitikerin Anne Krischok (SPD) begrüßt diese Entscheidung: „Vor dem Hintergrund offener energiewirtschaftlicher und rechtlicher Fragen ist es sinnvoll, die Investitionsentscheidung zum Ersatz des alten Kohlekraftwerkes Wedel solange auszusetzen, bis Klarheit herrscht.“

Im kommenden Jahr, wenn alle Fakten auf dem Tisch liegen, werden mögliche Varianten – auch in Bezug auf Standort und Technik – für eine klimafreundliche und sozialverträgliche Wärmeversorgung als Ersatz für das abgängige Kohlekraftwerk in Wedel auch auf ihre Wirtschaftlichkeit analysiert.

„Obwohl verschiedene Vorschläge nach dem Gutachterprozess vorliegen, fehlt noch die Antwort, welcher Weg sich rechnet und welche Lösung letztlich aufgrund der Rahmenbedingungen auch umsetzbar ist“, so Anne Krischok weiter. „Die Fernwärme in Hamburg soll schließlich nicht nur klimafreundlich und wirtschaftlich, sondern auch bezahlbar sein.“

Unter Berücksichtigung von Planungs- und Umsetzungszeiten wird man dabei nicht umhin kommen, das alte Heizwerk so nachzurüsten, dass für einen Übergang von ein paar Jahren die Fernwärmeversorgung mit dem alten Heizwerk in der Stadt sichergestellt wird. „Das ist auch für sinnvoll, denn niemand soll und will in Hamburg frieren, weil die Heizung nicht geht”, so Krischok abschließend.

Hintergrund Seit Anfang 2014 untersucht das Beratungsunternehmen BET (Büro für Energiewirtschaft und technisch Planung GmbH) im Auftrag der Umweltbehörde die verschiedenen Handlungsalternativen zum Bau eines GuD-Kraftwerks am Standort Wedel. Der Gutachter-Prozess wurde in einem offenen und transparenten Verfahren durchgeführt. Es nahmen neben Vertreterinnen und Vertretern der Bürgerschaftsfraktionen und der Handelskammer, des Steuerzahlerbundes sowie der Arbeitnehmervertretungen auch Akteure von NGOs teil. Das von BET vorgelegte Gutachten gibt keine klare Empfehlung zugunsten einer Variante ab, sondern stellt ausführlich verschiedene Alternativen zur Diskussion, die nun weiter untersucht werden müssen.

Pressemitteilung von Anne Krischok (SPD) vom 20.12.2015

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